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AC‑Gelenks‑Verletzung – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard (S43.1)

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 3

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Akromioklavikulargelenk‑Verletzungen (AC‑Gelenks-Verletzungen) umfassen ein Spektrum von Kontusionen über Teil‑ und Vollsprengungen bis hin zu chronischen Instabilitäten. Sie betreffen vor allem junge, sportlich aktive Patienten, wobei die Inzidenz bei akuten Schultertraumata etwa 5 % beträgt. Die klinische Relevanz liegt in der potenziellen Beeinträchtigung von Schmerzfreiheit und Funktionsfähigkeit des Schultergelenks, was zu langfristigen Einschränkungen im Alltag und beim Sport führen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch sind plötzlich einsetzender lokaler Schmerz über dem AC‑Gelenk, Schwellung und Druckempfindlichkeit. Bei einer Sprengung zeigen sich häufig eine sichtbare Fehlstellung des Schlüsselbeins (Step‑off) und eingeschränkte aktive Elevation des Arms über 90 °. Der Verlauf kann von einer rein konservativen Heilung bis zu chronischer Instabilität reichen, abhängig vom Ausmaß der ligamentären Schädigung.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf das traumatische Ereignis, die Art des Aufpralls und sofortige Schmerzlokalisation. Klinisch wird die Palpation des AC‑Gelenks, die Beurteilung von Schritt‑off und die Funktionsprüfung (z. B. Kreuz‑Arm‑Test) durchgeführt. Bildgebend sind Röntgenaufnahmen in AP‑ und Zervikal‑Ansicht essenziell zur Klassifikation nach dem Rockwood‑System. Bei unklaren Befunden oder Verdacht auf Begleitverletzungen kann eine Magnetresonanztomographie zur Darstellung von Weichteilschäden herangezogen werden.

Differenzialdiagnosen

Wesentliche abzugrenzende Diagnosen umfassen die Claviculafraktur, insbesondere distale Frakturen, die häufig ähnliche Schmerzen verursachen. Weiterhin muss die subakromiale Impingement‑Syndromatik sowie eine Rotatorenmanschettenruptur berücksichtigt werden, da diese ebenfalls Druckschmerz im oberen Schulterbereich hervorrufen können. Die klinische Unterscheidung erfolgt über spezifische Provokationstests und bildgebende Befunde.

Therapie

Die initiale Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Sprengung. Bei leichten Verletzungen (Typ I–II) wird eine konservative Therapie mit Ruhigstellung, schmerzlindernder Medikation und physikalischer Therapie empfohlen. Für mittelschwere bis schwere Sprengungen (Typ III–V) besteht ein Konsens für operative Interventionen, um die anatomische Reduktion des Schlüsselbeins und Stabilisierung der ligamentären Strukturen zu gewährleisten. Minimalinvasive Techniken wie die Akromioklavikulargelenkrekonstruktion (MINAR) werden zunehmend eingesetzt, da sie eine geringere Gewebeschädigung und schnellere Rehabilitation ermöglichen. Bei bereits implantierten Prothesen wird die Risiko‑Nutzen-Abwägung einer Implantatentfernung kritisch bewertet.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.