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Accessory Breast (Supernumerary Breast Tissue) – Diagnostik & Therapie-Standard im Kindesalter

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
  • Übersichtsarbeit: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Ein Accessory Breast (auch Supernumeräre Brustdrüse genannt) ist ein zusätzliches, funktionelles Brustgewebe, das außerhalb der normalen Milchdrüsenregion vorkommt. Es entsteht durch persistente embryonale Milchlinien und kann entlang der Milchstrecke vom Axillargegend bis zum Inguinalbereich auftreten. Die Prävalenz liegt bei etwa 0,4–6 % in der Allgemeinbevölkerung; das Auftreten ist geschlechtsneutral, wobei klinisch relevante Fälle häufiger bei Frauen diagnostiziert werden. Klinisch relevant wird ein Accessory Breast vor allem durch kosmetische Beschwerden, Schmerzen im Zusammenhang mit hormonellen Schwankungen oder seltene maligne Transformationen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typischerweise präsentiert sich das accessory breast als weiches, zartes Knoten‑ bzw. Plaquesubstanz, die druckempfindlich sein kann und bei hormoneller Stimulation (z. B. Menstruation, Schwangerschaft) anschwellen oder Schmerzen verursachen kann. Die Haut darüber ist häufig unbeeinflusst, kann jedoch bei Brustdrüsengewebe mit Milchproduktion milchige Sekretion zeigen. Der Verlauf ist meist langsam, wobei die Läsion stabil bleibt, sich aber in seltenen Fällen zu einem Phyllodes‑Tumor oder Karzinom entwickeln kann.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf das Auftreten von Schmerzen, hormonabhängiger Schwellung und mögliche familiäre Brustkrebsgeschichte. Klinisch erfolgt die Inspektion und Palpation entlang der Milchstrecke; ein charakteristisches, druckempfindliches Gewebe mit möglicher Milchsekretion ist wegweisend. Bildgebend wird in erster Linie Ultraschall eingesetzt, da er das sonographische Muster von Brustgewebe (hyperechogene Drüsenstrukturen, ggf. zystische Komponenten) zuverlässig darstellt und die Differenzierung zu lipomatösen oder lymphatischen Läsionen ermöglicht. In unklaren Fällen kann eine Magnetresonanztomographie ergänzend zur genauen anatomischen Abgrenzung herangezogen werden. Die Diagnose wird gestellt, wenn klinisch‑sonographische Befunde mit der typischen Lokalisation und dem Fehlen anderer pathologischer Zeichen übereinstimmen; histologische Bestätigung ist bei Verdacht auf Malignität indiziert.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Lipomata: weiche, mobile Fettgewebsläsionen ohne druckempfindliche Brustdrüsenstruktur.
  • Lymphknotenvergrößerungen: feste, nicht druckempfindliche Knoten mit charakteristischer echogenen Kern‑/Kortexstruktur im Ultraschall.
  • Hidradenitis suppurativa: entzündliche Läsionen mit Eiterbildung und vernarbter Haut, meist im axillären Bereich.
  • Dermoidzysten: zystische Strukturen mit echogenem Inhalt und typischen Kalkablagerungen.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach Symptomatik und Malignitätsrisiko. Bei asymptomatischem, gut abgrenzbarem accessory breast wird häufig ein beobachtendes Management empfohlen. Bei schmerzhaften oder hormonabhängigen Beschwerden kann eine symptomorientierte Therapie mit nicht‑steroidalen Antirheumatika oder lokale Wärmeapplikation erfolgen. In Fällen von kosmetischer Beeinträchtigung oder wiederkehrenden Schmerzen wird eine chirurgische Exzision als leitliniengerechte Standardtherapie angeboten, wobei ein vollständiges Entfernen des Drüsengewebes angestrebt wird, um Rezidive zu vermeiden. Bei nachgewiesener maligner Transformation erfolgt die onkologische Therapie gemäß den allgemeinen Richtlinien für Brustkrebs, einschließlich operativer Tumorresektion und adjuvanter Therapie.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.