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Achalasie: Pneumatische Dilatation vs. POEM – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Achalasie ist eine primäre Motilitätsstörung des Ösophagus, gekennzeichnet durch fehlende peristaltische Aktivität und einen erhöhten Druck am unteren Ösophagussphinkter (LES). Die Prävalenz liegt im europäischen Raum bei wenigen Fällen pro 100 000 Einwohner, wobei ein leichtes Geschlechterverhältnis zugunsten von Männern besteht. Klinisch relevant ist die Erkrankung wegen der erheblichen Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme und des Risikos für Malnutrition sowie sekundäre Komplikationen wie Aspiration.

Klinisches Erscheinungsbild

Patienten präsentieren sich typischerweise mit dysphagischen Beschwerden für feste und flüssige Nahrung, retrosternalem Schmerzen und Gewichtsverlust. In fortgeschrittenen Stadien können Regurgitation, nächtliches Aufstoßen und pulmonale Symptome durch Aspiration auftreten. Die Symptomatik entwickelt sich meist schleichend über Monate bis Jahre.

Diagnostik

Die Diagnose basiert auf einer strukturierten Anamnese, körperlicher Untersuchung und gezielter apparativer Diagnostik. Die High-Resolution-Manometrie (HRM) ist das diagnostische Goldstandardverfahren; sie zeigt fehlende peristaltische Wellen im Körper des Ösophagus und einen erhöhten integrierten Druck am LES, was die Klassifikation nach dem Chicago‑Klassifikationsschema ermöglicht. Ergänzend können ein Barium-Schluck zur Darstellung der Ösophagus-Dilatation und eine Endoskopie zum Ausschluss von mechanischen Obstruktionen durchgeführt werden. Laboruntersuchungen dienen primär der Abklärung von Malnutrition.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen strukturelle Ösophagusobstruktionen (z. B. Tumoren, Strikturen), gastroösophageale Refluxkrankheit mit sekundärer Motilitätsstörung, eosinophile Ösophagitis und systemische Sklerose‑assoziierte Ösophagusmotilitätsstörungen. Die HRM ermöglicht die Unterscheidung anhand des Druckprofils und der peristaltischen Muster.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Schweregrad und dem Ansprechen auf initiale Maßnahmen. Bei symptomatischer Achalasie stehen interventionelle Verfahren im Vordergrund: die pneumatische Dilatation (PD) und die perorale endoskopische Myotomie (POEM). Beide Techniken zielen darauf ab, den LES-Pressur zu reduzieren und die Ösophagusentleerung zu verbessern. Die Wahl zwischen PD und POEM erfolgt anhand individueller Patientenfaktoren, Erfahrungswerten des Behandlungsteams und dem Risiko von Komplikationen wie Perforation oder gastroösophagealem Reflux.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Abschnitt liegen keine spezifischen Informationen aus den geprüften Quellen vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.