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Akute Appendizitis mit lokalisierter Peritonitis – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
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Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Akute Appendizitis ist die häufigste abdominale Notfallindikation im Erwachsenenalter und tritt mit einer jährlichen Inzidenz von etwa 100 – 150 pro 100 000 Personen auf. Eine lokalisierte Peritonitis ohne Perforation oder Ruptur kennzeichnet ein frühes entzündliches Stadium, bei dem die Entzündung noch auf das umgebende Peritoneum begrenzt ist. Diese Konstellation hat klinische Relevanz, weil sie sowohl diagnostisch als auch therapeutisch zwischen einer unkomplizierten Appendizitis und einem fortgeschrittenen perforierten Verlauf differenziert werden muss.

Klinisches Erscheinungsbild

Typischerweise präsentiert sich der Patient mit plötzlich einsetzenden, zunächst periumbilikalen Schmerzen, die innerhalb von wenigen Stunden in den rechten Unterbauch (McBurney‑Punkt) ausstrahlen. Begleitende Symptome können Übelkeit, Appetitlosigkeit und leichtes Fieber sein. Im körperlichen Befund dominieren lokale Abwehrspannung, ein positiver Blumberg‑Test sowie Schmerzen bei Druckschmerz‑Rebound. Der Verlauf ist häufig progressiv: innerhalb von 12–24 Stunden kann die Schmerzlokalisation klar rechtsseitig werden und eine fokale Peritonitis entstehen, ohne dass Zeichen einer freien Bauchhöhlenperforation (z. B. diffuse Abwehrspannung) auftreten.

Diagnostik

Die Anamnese erfasst den zeitlichen Verlauf der Schmerzen, Begleitsymptome sowie Risikofaktoren für Komplikationen (z. B. Immundefizienz). Die klinische Untersuchung ist zentral; ein fokaler Schmerz im rechten Unterbauch mit lokaler Abwehrspannung unterstützt die Diagnose einer lokalisierten Peritonitis. Laborchemisch zeigen sich meist milde bis moderate Leukozytose und eine Erhöhung der C‑reaktiven Proteine, wobei diese Entzündungsmarker allein nicht ausreichend differenzieren können. Bildgebend wird in der Regel ein abdominaler Ultraschall eingesetzt; typische Befunde sind ein vergrößerter, nicht komprimierbarer Blinddarm mit Durchmesser > 6 mm und periappendikuläres Fettgewebe‑Echo. Bei unklaren Befunden kann eine Computertomographie (CT) mit Kontrastmittel die Diagnose sichern und Komplikationen ausschließen. Die Kombination aus klinischem Bild, Laborwerten und bildgebender Bestätigung bildet die Grundlage für die Diagnose einer akuten Appendizitis mit lokalisierter Peritonitis ohne Perforation.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Divertikulitis des Kolons – typischerweise linksseitig, häufig mit Divertikeln im CT sichtbar.
  • Urolithiasis – flankseitiger Schmerz, Hämaturie und Nachweis von Steinen im Ultraschall/CT.
  • Gynekologische Ursachen (z. B. Ovarialtorsion, Eileiterschwangerschaft) – Schmerzen im rechten Unterbauch bei Frauen, ergänzt durch gynäkologische Untersuchung und ggf. transvaginale Sonografie.
  • Mesenteriale Lymphadenitis – meist milde klinische Präsentation, häufig mit viraler Ätiologie und fehlender Appendizitis‑Spezifik.

Die Unterscheidung erfolgt primär über die Schmerzlokalisation, assoziierte Symptome und bildgebende Befunde.

Therapie

Für eine unkomplizierte akute Appendizitis mit lokalisierter Peritonitis gilt die leitliniengerechte Therapie als operative Appendektomie, vorzugsweise laparoskopisch, um postoperative Schmerzen zu minimieren und die Erholungszeit zu verkürzen. In den geprüften Quellen wird zudem die Möglichkeit einer initialen antibiotischen Therapie bei ausgewählten Patienten ohne klinische Verschlechterung beschrieben; hierbei wird eine medikamentöse Standardtherapie eingesetzt, deren Wirkprinzip auf der Abdeckung typischer gramnegativer und anaerober Erreger beruht. Die Entscheidung für einen operativen oder konservativen Ansatz sollte individuell nach klinischem Verlauf, Patientenpräferenz und Risikoprofil getroffen werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.