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Akute Bronchiolitis – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die akute Bronchiolitis ist eine häufige respiratorische Infektion im Säuglingsalter, die durch Entzündung und Obstruktion der kleinen Atemwege gekennzeichnet ist. Sie stellt einen bedeutenden Grund für ambulante Konsultationen sowie stationäre Aufnahmen in der Pädiatrie dar. Die Erkrankung tritt vorwiegend in den ersten zwei Lebensjahren auf, wobei das höchste Risiko im Alter von 2–6 Monaten besteht.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer akuten Bronchiolitis umfassen eine initiale obere Atemwegsinfektion mit Rhinorrhoe, Schnupfen und leichtem Fieber, gefolgt von einem progressiven Auftreten von Tachypnoe, inspiratorischem Stridor, Giemen und einer erhöhten Atemarbeit. Der klinische Verlauf ist meist selbstlimitierend über 7–10 Tage, kann jedoch bei Risikopatienten zu einer Verschlechterung bis hin zur respiratorischen Insuffizienz führen.

Diagnostik

Die Diagnose beruht primär auf Anamnese und klinischer Untersuchung. Charakteristisch sind ein plötzliches Auftreten von Giemen nach einer viralen Infektion sowie eine sichtbare Atemnot bei Säuglingen. Laboruntersuchungen (z. B. Blutbild) oder bildgebende Verfahren werden in der Regel nicht routinemäßig benötigt, können jedoch zur Ausschlussdiagnostik bei atypischem Verlauf eingesetzt werden. Die Diagnosekriterien schließen das Vorhandensein einer viralen Infektion, typisches Giemen und eine altersentsprechende Atemwegsobstruktion ein.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Pneumonie: häufig mit fokaler Röntgenbefund und höherem Fieber.
  • Asthma bronchiale: wiederkehrende Episoden, familiäre Vorgeschichte von Atopie.
  • Pertussis (Keuchhusten): charakteristischer paroxysmaler Husten mit Apnoe‑Phasen.
  • Fremdkörperaspiration: plötzlicher Beginn nach Aspiration, lokalisierte Atemgeräusche.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie konzentriert sich auf supportive Maßnahmen. Dazu zählen die Sicherstellung einer adäquaten Flüssigkeitszufuhr, Sauerstoffgabe bei Hypoxämie und ggf. nasale Absaugung zur Reduktion von Sekretansammlungen. Medikamentöse Interventionen ohne eindeutige Evidenzlage werden nicht routinemäßig empfohlen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Die einzige geprüfte Quelle befasst sich mit therapeutischen Konzepten bei akuter bronchialer Obstruktion im Säuglingsalter und liefert keinen klaren Konsens zu spezifischen medikamentösen Therapien. Aktuelle Datenlage bleibt daher unzureichend, um definitive Therapieempfehlungen über die supportive Behandlung hinaus zu geben.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.