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Akute Rhinopharyngitis – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie-Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 1
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In diesem Artikel
Übersicht
Akute Rhinopharyngitis, umgangssprachlich als Erkältungsschnupfen bezeichnet, ist eine häufige virale Infektion der oberen Atemwege. Sie tritt saisonal vermehrt auf und stellt insbesondere in der Hausarztpraxis sowie in Notaufnahmen eine bedeutende Belastung dar. Trotz meist selbstlimitierendem Verlauf kann die Erkrankung zu Arbeitsunfähigkeit und erhöhten Arztbesuchen führen, weshalb ein strukturiertes Management wichtig ist.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind nasaler Ausfluss, verstopfte Nase, Niesen, Halskratzen sowie leichtes Fieber. Der klinische Befund umfasst eine gerötete Nasenschleimhaut, eventuell milde Rachenrötung und häufig begleitende Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen. Der Verlauf ist in der Regel innerhalb von 7‑10 Tagen selbstlimitierend; ein plötzliches Auftreten von hohem Fieber, starkem Husten oder Atemnot sollte jedoch prompt weiter evaluiert werden.
Diagnostik
Die Diagnose basiert primär auf Anamnese und klinischem Befund. Typische Symptome in Kombination mit dem saisonalen Auftreten reichen aus, um eine akute Rhinopharyngitis zu stellen. Laboruntersuchungen sind im Regelfall nicht erforderlich; ein komplettes Blutbild kann bei Verdacht auf bakterielle Superinfektion indiziert sein. Bildgebende Verfahren finden keine Anwendung, solange keine Komplikationen wie Sinusitis oder Otitis media vermutet werden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Bakterielle Pharyngitis (z. B. Streptococcus pyogenes) – charakterisiert durch exsudative Tonsillen, starkes Fieber und evtl. tender Lymphadenopathie.
- Allergische Rhinitis – meist mit klaren, wässrigen Sekreten und saisonalem oder ganzjährigem Verlauf ohne Fieber.
- Influenza – plötzlich einsetzendes hohes Fieber, ausgeprägte Myalgien und allgemeines Krankheitsgefühl.
- Akute Sinusitis – persistierender Nasenausfluss, Gesichtsschmerzen und evtl. fieberhafte Verstärkung nach 10 Tagen.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie richtet sich nach dem symptomatischen Ansatz. Maßnahmen umfassen ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Schonung, nasale Abschwellmittel bei Bedarf sowie Analgesika/Antipyretika zur Fiebersenkung und Schmerzreduktion. Antibiotika werden nur bei klarer Evidenz einer bakteriellen Superinfektion eingesetzt; eine prophylaktische antibiotische Therapie ist nicht indiziert.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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