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Akutes Winkelblockglaukom (ICD‑10 H40.2) – Notfall‑Diagnostik und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 4

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-024051

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das akute Winkelblockglaukom (AWG) ist ein ophthalmologischer Notfall, bei dem plötzlich ein kompletter Verschluss des Kammerwinkels zu einem raschen Anstieg des Augeninnendrucks führt. Es betrifft vorwiegend ältere Menschen mit anatomisch engen vorderen Augenkammern und kann innerhalb von Stunden das Sehvermögen irreversibel schädigen. Die Inzidenz ist in europäischen Populationen relativ gering, jedoch stellt es wegen seiner potenziell blindenmachenden Folge eine klinische Relevanz dar, die ein sofortiges Erkennen und Handeln erfordert.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch sind plötzlich auftretende, stark schmerzhafte Augenbeschwerden, begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen. Der betroffene Auge zeigt häufig eine rote Bindehaut (konjunktivale Hyperämie), ein trübliches Hornhaut‑Stroma (Hornhautschwellung) und einen reduzierten Pupillenreflex mit einer meist miotischen Pupille. Das Sehvermögen ist akut reduziert, oft bis zur Lichtblindheit. Der Verlauf kann innerhalb weniger Stunden zu einem dauerhaften Gesichtsfeldausfall führen, wenn keine rasche Therapie eingeleitet wird.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf den plötzlichen Beginn von Schmerzen und Sehstörungen sowie mögliche auslösende Faktoren wie Medikamenteneinnahme (z. B. Anticholinergika) oder okulare Traumata. Klinisch wird die Hornhautschwellung mittels Spaltlampenuntersuchung beurteilt; ein geschlossener Kammerwinkel lässt sich durch Gonioskopie bestätigen, wobei der Winkel typischerweise vollständig versperrt ist. Der Augeninnendruck (IOD) misst man mit Applanationstonometrie und liegt häufig deutlich über dem Normalbereich. Bildgebende Verfahren wie Ultraschallbiomikroskopie können bei unklaren Befunden ergänzend eingesetzt werden.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen das akute hypertensive Krise‑Glaukom ohne Winkelblock, die uveitische Glaukomanlage, die primäre Winkelblockglaukom‑Krise und sekundäre Ursachen wie Trauma‑induzierte oder medikamentös ausgelöste Winkelverschlüsse. Die Unterscheidung erfolgt anhand des Vorhandenseins einer Hornhautschwellung, des Pupillenstatus sowie der Gonioskopie‑Befunde.

Therapie

Die leitliniengerechte Soforttherapie zielt darauf ab, den IOD rasch zu senken und den Kammerwinkel wieder zu öffnen. Hierzu gehören zunächst topische miotrope Mittel zur Pupillenkontraktion, gefolgt von systemischen Kohlenstoffdioxid‑Reduktionsmitteln und hyperosmolaren Lösungen, um die Hornhautschwellung zu reduzieren. Sobald der IOD gesunken ist, wird eine definitive chirurgische oder laserbasierte Öffnung des Kammerwinkels (z. B. Laseriridotomie) durchgeführt, um ein Wiederauftreten zu verhindern.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.