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Angina pectoris (I20.9) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
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In diesem Artikel
Übersicht
Angina pectoris bezeichnet ein episodisches Brustschmerzsyndrom, das durch eine vorübergehende Myokardischämie verursacht wird. Sie ist weltweit verbreitet und stellt einen bedeutenden Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse wie Myokardinfarkt und plötzlichen Herztod dar. Die Prävalenz steigt mit dem Alter und dem Vorhandensein von traditionellen Gefäßrisikofaktoren (Hypertonie, Diabetes mellitus, Rauchen, Dyslipidämie).
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch ist ein drückender, beklemmender oder brennender Schmerz hinter dem Sternum, der häufig in den linken Arm, den Hals oder den Kiefer ausstrahlt. Der Schmerz tritt meist bei körperlicher Belastung oder emotionalem Stress auf und lässt nach kurzer Ruhezeit oder Nitroglycerin zu. In Ruhephasen kann er verschwinden; ein persistierender Schmerz in Ruhe deutet auf eine instabile Form hin.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf Auslöser, Dauer, Charakter und Begleitsymptome (Dyspnoe, Übelkeit). Die körperliche Untersuchung ist meist unauffällig, kann jedoch Zeichen einer kardiovaskulären Belastung zeigen. Das 12‑Kanal-EKG in Ruhe dient als Basisdiagnostik; bei Verdacht auf ischämische Veränderungen wird ein Belastungs-EKG oder eine Bildgebung (Koronarangiographie, CT-Angiografie) empfohlen. Laborparameter (Troponin, Lipidprofil) unterstützen die Risikoabschätzung, ersetzen jedoch nicht die funktionelle Ischämietestung.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Myokardinfarkt (häufiger mit persistierendem ST-Hebungs-EKG und erhöhten Troponinen)
- Perikarditis (schärfer, pleuritischer Schmerz, häufig perikardialer Reibegeräusch)
- Lungenembolie (plötzliche Dyspnoe, Tachykardie, rechtsventrikuläre Belastungszeichen)
- Ösophagus-Spasmen oder gastroösophageale Refluxkrankheit (Schmerz oft nach dem Essen, nicht belastungsabhängig)
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie kombiniert Lebensstilmodifikation mit medikamentöser Behandlung. Eine zentrale Komponente ist die antithrombotische Prophylaxe mittels eines Thrombozytenaggregationshemmers, wobei Acetylsalicylsäure (Aspirin) als etabliertes Mittel gilt. Zusätzlich werden Betablocker eingesetzt, um die Herzfrequenz und den Myokardoxygenverbrauch zu senken; Nitrate dienen zur akuten Symptomlinderung. Bei persistierender oder fortgeschrittener Ischämie können Calcium‑Channel-Blocker, langfristige Antikoagulation oder revascularisierende Eingriffe (PCI, CABG) indiziert sein.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor. Keine spezifischen Informationen zu benachbarten ICD‑10-Codes liegen in den geprüften Quellen vor.
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