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Aseptische Meningitis (G03.0): Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Aseptische Meningitis bezeichnet eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute ohne Nachweis eines bakteriellen Erregers im Liquor. Sie umfasst sowohl virale als auch nichtinfektiöse Ursachen, wobei die benigne rezidivierende Form (Mollaret‑Meningitis) besonders charakteristisch ist. Die Inzidenz ist deutlich niedriger als bei bakterieller Meningitis; dennoch stellt sie aufgrund ihrer wiederkehrenden Episoden und der potenziellen Fehlinterpretation als bakterielle Infektion eine klinische Herausforderung dar.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch sind plötzlich auftretende Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit und photophobes Unbehagen, die mehrere Stunden bis wenige Tage anhalten. Fieber ist häufig, jedoch meist moderat im Vergleich zu bakterieller Meningitis. In der benignen rezidivierenden Form können die Symptome mehrfach im Jahr wiederkehren, wobei zwischen den Episoden vollständige Remission besteht. Neurologische Defizite sind selten; bei schweren Verläufen kann jedoch eine vorübergehende Bewusstseinsstörung auftreten.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf das rezidivierende Muster sowie mögliche Trigger (z. B. Viren, Medikamente). Die körperliche Untersuchung zeigt häufig Nackensteifigkeit und meningeale Irritation, jedoch keine fokalen neurologischen Ausfälle. Liquoranalytisch ist ein milder bis moderater Anstieg der Zellzahl mit überwiegend lymphozytärer Besiedlung charakteristisch; die Proteinwerte können leicht erhöht sein, während Glukose meist normal bleibt. Wiederholte Liquortests können eine persistierende Lymphozytose ohne bakteriellen Nachweis bestätigen. Bildgebende Verfahren (MRT) dienen primär dem Ausschluss von strukturellen Läsionen und zeigen in der Regel keine spezifischen Befunde.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen bakterielle Meningitis, tuberkulöse Meningitis, neuro‑borreliose sowie nichtinfektiöse Ursachen wie autoimmune Enzephalitis oder Medikamenteninduzierte Meningitis. Bakterielle Meningitis zeichnet sich durch höhere Zellzahlen mit neutrophiler Dominanz und erniedrigte Glukose im Liquor aus. Tuberkulöse Meningitis zeigt meist eine chronische Entwicklung, erhöhte Proteinwerte und häufig einen niedrigen Glukosespiegel. Autoimmune Enzephalitiden können ähnliche Symptome verursachen, jedoch finden sich oft spezifische Antikörper im Serum oder Liquor.
Therapie
Die Behandlung orientiert sich an leitliniengerechten Standards für aseptische Meningitis. Bei Verdacht auf virale Ätiologie wird symptomatische Therapie mit Analgetika und Antipyretika empfohlen; antivirale Medikamente werden nur bei nachgewiesenen Herpes‑virus-Infektionen eingesetzt. In der benignen rezidivierenden Form ist die prophylaktische medikamentöse Therapie umstritten; einige Patienten erhalten episodisch Kortikosteroide zur Symptomlinderung, wobei die Evidenzlage hierfür begrenzt ist.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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