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Askaridose – Überblick für Fachpersonal
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In diesem Artikel
Übersicht
Askaridose, auch als Ascariasis bezeichnet, ist eine Infektion mit dem Rundwurm Ascaris lumbricoides. Sie zählt weltweit zu den häufigsten helminthischen Erkrankungen und betrifft vor allem Regionen mit unzureichender Sanitärversorgung. In Industrieländern tritt die Krankheit selten auf, kann jedoch durch Reiseexposition importiert werden. Klinisch ist die Askaridose relevant wegen möglicher gastrointestinaler Beschwerden, pulmonaler Phase und potenzieller Komplikationen wie Darmobstruktion.
Klinisches Erscheinungsbild
Die Infektion verläuft in zwei Phasen. In der Lungenphase wandern Larven durch das Blutsystem zu den Alveolen, was zu transienten respiratorischen Symptomen wie Husten, Dyspnoe und gelegentlich eosinophiler Pneumonie führen kann. Nach Durchtritt der Lunge erreichen die Larven den Gastrointestinaltrakt, wo sie zu erwachsenen Würmern heranwachsen. Im Darm können häufig unspezifische Beschwerden auftreten: abdominale Koliken, Übelkeit, gelegentliche Diarrhö und Gewichtsverlust. In schweren Fällen kann es zur mechanischen Obstruktion des Dünndarms kommen, die ein chirurgisches Notfallmanagement erfordert.
Diagnostik
Die Anamnese sollte Reise- oder Aufenthaltsgeschichte in endemischen Gebieten sowie mögliche Aufnahme von kontaminiertem Wasser oder Gemüse erfassen. Klinisch finden sich häufig eosinophile Blutwerte, insbesondere während der Lungenphase. Der Nachweis von Ascaris-Eiern im Stuhl ist das diagnostische Goldstandardverfahren; wiederholte Proben erhöhen die Sensitivität. Bildgebende Verfahren können bei Verdacht auf Darmobstruktion oder pulmonale Beteiligung eingesetzt werden, zeigen jedoch keine spezifischen Befunde für die Infektion selbst.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen andere helminthische Infektionen mit ähnlichen Lungen- und Darmsymptomen (z. B. Strongyloidiasis, Trichuriasis), eosinophile Lungenerkrankungen sowie nichtinfektiöse Ursachen von Bauchschmerzen wie Appendizitis oder entzündliche Darmerkrankungen. Der Nachweis von spezifischen Eierformen im Stuhl ist entscheidend für die Differenzierung.
Therapie
Die Behandlung erfolgt nach den Prinzipien der medikamentösen Standardtherapie gegen helminthische Infektionen, wobei ein breites Spektrum an Anthelminthika eingesetzt wird. Die Therapie sollte in einer Einzeldosis oder kurzen Kursdauer erfolgen und zielt darauf ab, erwachsene Würmer im Darm zu eliminieren; die Lungenphase erfordert keine separate medikamentöse Intervention, da die Larven dort bereits sterben. Eine erneute Stuhluntersuchung nach Abschluss der Behandlung ist empfohlen, um den Therapieerfolg zu bestätigen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
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Verwandte Codes
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