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Asthma cardiale (I50.1) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 3
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In diesem Artikel
Übersicht
Asthma cardiale bezeichnet eine Form von akuter Atemnot, die durch linksventrikuläre Herzinsuffizienz und daraus resultierende Lungenödem‑Mechanismen ausgelöst wird. Die Prävalenz ist eng verknüpft mit der Häufigkeit von Herzinsuffizienz in der Allgemeinbevölkerung; bei Patienten mit fortgeschrittener systolischer Dysfunktion tritt das Phänomen besonders häufig auf. Klinisch relevant ist die Gefahr einer Fehldiagnose als bronchiales Asthma, was zu inadäquaten Therapieentscheidungen führen kann.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch sind plötzlich auftretende Dyspnoe, inspiratorische und expiratorische Giemen sowie ein starkes Atemgeräusch, das häufig mit einer orthopnoischen Komponente verbunden ist. Patienten berichten häufig über eine rasche Verschlechterung nach körperlicher Belastung oder im Liegen. Der Verlauf kann innerhalb von Minuten bis Stunden zu einer lebensbedrohlichen respiratorischen Insuffizienz eskalieren, wenn die zugrunde liegende Herzinsuffizienz nicht behandelt wird.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf kardiale Vorerkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit, Hypertonie) und typische Auslöser wie Liegendposition oder Belastung. Klinisch zeigt sich ein pulmonaler Gasaustauschstörung mit erhöhtem Atemgeräusch, häufig begleitet von einem dritten Herzton. Bildgebende Verfahren (Thorax‑Röntgen, Echokardiographie) offenbaren Zeichen eines Lungenödems und eine reduzierte linksventrikuläre Ejektionsfraktion. Laborparameter können erhöhte BNP‑ bzw. NT‑proBNP-Werte aufweisen. Die Diagnose wird gestellt, wenn die Atemnot im Kontext einer akuten Herzinsuffizienz mit pulmonalem Ödem einhergeht und andere Ursachen ausgeschlossen sind.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen bronchiales Asthma, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Pneumonie sowie Lungenembolie. Beim bronchialen Asthma dominieren reversible Atemwegsobstruktionen und ein typisches allergisches Ansprechen; bei COPD zeigen sich meist irreversible Obstruktionen und Raucheranamnese. Eine Pneumonie ist durch fokale Infiltrate und Fieber gekennzeichnet, während die Lungenembolie häufig mit pleuritischen Schmerzen und einer ausgeprägten Rechtsherzbelastung einhergeht.
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach den Prinzipien der akuten Herzinsuffizienz: rasche Reduktion des pulmonalen Stauungsdrucks, Verbesserung der kardialen Pumpfunktion und Linderung der Atemnot. Leitliniengerechte Therapie umfasst diuretische Maßnahmen zur Volumenreduktion sowie vasodilatatorische Substanzen zur Senkung des Nachlastwiderstands. Sauerstoffgabe wird bei Hypoxämie eingesetzt. Der Einsatz von Opioiden wie Morphin ist umstritten; aktuelle Evidenz weist auf potenziell negative Effekte hin, sodass ein routinemäßiger Einsatz nicht empfohlen wird.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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