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Benigne Prostatahyperplasie (N40): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 5
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In diesem Artikel
Übersicht
Benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist eine nicht‑maligne Vergrößerung der periurethralen Drüse, die vorwiegend bei Männern im mittleren und höheren Lebensalter auftritt. Die Prävalenz steigt mit dem Alter deutlich an; klinisch relevant wird BPH meist erst ab einem Prostatavolumen von etwa 30 ml, wenn obstructive Symptome auftreten. Sie stellt einen wesentlichen Anteil der urologischen Praxis dar und ist häufig Ursache für das Lower‑Urinary‑Tract‑Symptom (LUTS)‑Komplex.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind irritative Beschwerden wie häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen sowie drängende Symptome, während obstructive Zeichen Harnverhalt, schwacher Strom und das Gefühl unvollständiger Blasenentleerung umfassen. Der Krankheitsverlauf ist meist schleichend; im Verlauf kann eine progressive Vergrößerung zu einer signifikanten Belastung der Lebensqualität führen.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf die Art, Dauer und Schwere der LUTS sowie Begleitphänomene (z. B. nächtliches Wasserlassen). Körperliche Untersuchung beinhaltet digitale Rektaluntersuchung zur Abschätzung des Prostatavolumens und zur Ausschlussdiagnostik von malignen Läsionen. Labordiagnostisch wird in der Regel das Serum‑PSA bestimmt, um eine Prostata‑Karzinom‑Differenzierung zu unterstützen. Apparativ werden Ultraschall (Transrektal- oder transabdominell) zur Volumenbestimmung und ggf. Uroflowmetrie sowie Restharnmessung eingesetzt. Diagnosekriterien beruhen auf dem Vorhandensein von symptomatischer BPH in Kombination mit objektiven Befunden wie erhöhtem Prostatavolumen und gestörtem Harnfluss.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen das Prostata‑Karzinom, chronische Prostatitis, Blasen- bzw. Harnröhrenstrikturen sowie neurogene Blasenfunktionsstörungen. Das Fehlen von malignen Befunden in PSA und Rektaluntersuchung sowie die charakteristische symptomatische Kombination aus irritativen und obstructiven Beschwerden helfen, BPH zu differenzieren.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie orientiert sich an der Symptomschwere und dem Prostatavolumen. Bei moderaten Symptomen wird zunächst eine medikamentöse Therapie mit α‑Blockern oder 5‑α‑Reduktasehemmern empfohlen, um den Harnfluss zu verbessern und das Volumen langfristig zu reduzieren. Bei fortgeschritteneren Fällen oder Therapieversagen kommen minimalinvasive Verfahren wie transurethrale Mikrowellentherapie zum Einsatz; diese zielen auf die Reduktion des Drüsengewebes durch kontrollierte thermische Ablation ab. Operative Optionen, insbesondere transurethrale Resektion der Prostata (TURP), bleiben das Goldstandard‑Verfahren bei stark obstructiven Symptomen oder Komplikationen wie Harnverhalt.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
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Verwandte Codes
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