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Malignes Melanom der unteren Extremität (ICD‑10 C43.7): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das maligne Melanom der unteren Extremität, einschließlich der Hüfte, ist ein kutanes Malignom, das von melanotischen Zellen ausgeht. Epidemiologisch macht die Lokalisation an den Beinen und am Gesäß einen bedeutenden Teil der insgesamt auftretenden Hautmelanome aus, insbesondere bei älteren Männern. Klinisch relevant ist die häufig späte Diagnose, da die Körperregionen schwerer zu inspizieren sind und das Risiko für lokale Fortschreitung sowie metastatische Ausbreitung erhöht sein kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen asymmetrische Pigmentveränderungen mit unregelmäßigen Rändern, variabler Färbung und Durchmesser > 6 mm. Das Auftreten von Ulzerationen, Blutungen oder schnellen Größenzunahmen ist ein Hinweis auf Malignität. Der Verlauf kann zunächst langsam sein, jedoch neigt das Melanom an den unteren Extremitäten zu einer schnelleren Invasion in tiefere Strukturen und zu einer erhöhten Lymphknotenbeteiligung.

Diagnostik

Die Anamnese sollte Risikofaktoren wie UV-Exposition, familiäre Vorbelastung und vorherige Hauttumore erfassen. Die klinische Untersuchung erfolgt mittels dermatoskopischer Bewertung, um die ABCD‑Kriterien zu prüfen. Zur histopathologischen Bestätigung wird ein vollständiger Exzisionsbiopsie‑ oder Punch‑Biopsie‑Ansatz empfohlen, wobei die Breslow‑Tiefe und Ulzerationsstatus erfasst werden. Bildgebende Verfahren (Ultraschall der Lymphknoten, CT/MRT bei Verdacht auf Metastasen) dienen der Staging‑Ermittlung nach dem TNM‑System.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen benigne Pigmentnävi, seborrhoische Keratose, kutane Plasmozytom und kutanes Lymphom. Bei ulzerierten Läsionen müssen zudem chronisch entzündliche Prozesse wie Pyodermie oder Ulcus cruris berücksichtigt werden. Die Unterscheidung erfolgt primär über die histopathologische Untersuchung und dermatoskopische Merkmale.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie bei lokaler Erkrankung ist eine chirurgische Exzisionsbiopsie mit Sicherheitsabstand, der sich nach Breslow‑Tiefe richtet. Bei Tumoren mit hoher Risikostufe (z. B. tiefe Invasion, Ulzeration) wird eine adjuvante Therapie empfohlen, die immunmodulierende topische Substanzen einschließen kann; im geprüften Quellenmaterial ist jedoch nur ein Hinweis auf Imiquimod ohne weitere Details vorhanden. Bei metastatischer Erkrankung kommen systemische Therapien zum Einsatz, deren Auswahl nach molekularem Profil (z. B. BRAF‑Status) erfolgt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.