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Bösartiges Melanom des Rumpfes – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie-Standard (ICD‑10 C43.5)
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Übersicht
Das maligne Melanom des Rumpfes ist ein kutanes Neoplasma, das von melanotischen Zellen ausgeht und sich primär im thorakalen oder abdominalen Hautbereich manifestiert. Epidemiologisch macht das Melanom insgesamt etwa 1 % aller Krebserkrankungen aus; der Rumpf zählt zu den häufigeren Lokalisationen nach Kopf/Hals und Extremitäten. Klinisch relevant ist die hohe Metastasierungsrate, insbesondere bei späten Diagnosen, was die Prognose entscheidend beeinflusst.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome umfassen ein neu auftretendes oder verändertes Pigmentfleckchen mit asymmetrischer Form, unregelmäßigen Rändern und variabler Färbung. Häufig wird eine Vergrößerung des Läsionsdurchmessers sowie das Auftreten von Blutungen oder Ulzerationen beobachtet. Der Verlauf kann schleichend sein, wobei die Läsion im Zeitverlauf an Größe zunimmt und gelegentlich schnellere Wachstumsphasen zeigen kann.
Diagnostik
Die Anamnese sollte Fragen zu früheren Sonnenexpositionen, familiärer Melanom-Historie und Veränderungen der Hautläsion enthalten. Klinisch erfolgt eine gründliche Inspektion des Rumpfes mit Fokus auf die ABCD‑Kriterien. Dermatoskopische Untersuchung unterstützt die Beurteilung von Pigmentmustern. Zur histopathologischen Sicherung wird ein Exzisionsbiopsie‑ oder Punch‑Biopsie-Verfahren empfohlen, wobei die vollständige Eindringtiefe und Breslow‑Tiefe beurteilt werden. Immunhistochemische Marker (z. B. S100, HMB‑45) dienen der Bestätigung des melanotischen Ursprungs.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen gutartige pigmentierte Läsionen wie Nävi, Seborrhoisches Keratoakne, pigmentierte Basalzellkarzinome sowie dermatologische Entzündungen mit Hyperpigmentierung. Die Unterscheidung erfolgt primär über klinische Merkmale, Dermatoskopie und histopathologische Befunde; maligne Melanome zeigen typischerweise atypische Zellarchitektur und invasive Tiefe.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie des malignen Melanoms des Rumpfes richtet sich nach Tumordicke, Sentinel-Lymphknoten-Status und Vorhandensein von Fernmetastasen. Bei lokaler Erkrankung ist die chirurgische Exzision mit Sicherheitsabständen gemäß tumorbiologischer Kriterien der erste Schritt. In fortgeschrittenen Stadien kommen systemische Therapien zum Einsatz, wobei immunmodulierende Substanzen und zielgerichtete Kinaseinhibitoren eingesetzt werden können. Die Auswahl des Therapieansatzes erfolgt nach multidisziplinärer Tumorkonferenz unter Berücksichtigung von Patientenfaktoren.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
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Verwandte Codes
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