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Bronchomalazie bei Kindern – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie-Standard
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In diesem Artikel
Übersicht
Bronchomalazie bezeichnet eine strukturelle Schwäche der Bronchien, die zu einer übermäßigen dynamischen Verengung während des Atemzyklus führt. Sie tritt vorwiegend bei Säuglingen und Kindern auf, kann jedoch auch im Erwachsenenalter vorkommen. Die Prävalenz ist schwer zu quantifizieren, da die Diagnose häufig erst bei symptomatischer Evaluation gestellt wird. Klinisch relevant ist die potenzielle Ursache für wiederkehrende respiratorische Infektionen, Atemnot und exspiratorisches Stridor‑ bzw. Giemen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind ein anhaltender, meist inspiratorischer oder biphasischer Stridor, wiederholte Episoden von Husten und bronchiale Obstruktion, die sich insbesondere bei körperlicher Belastung, Infektionen der oberen Atemwege oder nach dem Aufstoßen verstärken. Bei Säuglingen kann eine exspiratorische Atemnot mit Zeichen einer respiratorischen Insuffizienz auftreten. Der Krankheitsverlauf ist häufig episodisch, wobei akute Verschlechterungen im Kontext von viralen Infekten beobachtet werden.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf wiederkehrende Atemwegsbeschwerden seit der frühen Kindheit, insbesondere bei Belastung oder Infektionen. Die körperliche Untersuchung kann einen variablen Stridor und Giemen zeigen, die sich im Verlauf des Atemzyklus verändern. Bildgebend wird häufig eine flexible Bronchoskopie unter Sedierung eingesetzt, um die dynamische Verengung der Bronchien während Inspiration und Exspiration zu visualisieren. Ergänzend können Computertomographie mit Atemwegskontrolle oder dynamische Magnetresonanztomographie zur strukturellen Beurteilung herangezogen werden. Es existieren keine einheitlichen Diagnosekriterien; die Diagnose beruht auf dem Nachweis einer über 50 %igen luminalen Reduktion während des Atemzyklus.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen Tracheomalazie, Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, angeborene Fehlbildungen der Luftröhre (z. B. Laryngomalazie) sowie obstruktive Schlafapnoe. Bei Asthma liegt die Obstruktion primär in reversible Atemwegsverengung ohne strukturelle Schwäche; bronchoskopisch zeigen sich keine dynamischen Kollapsphänomene der Bronchien. Tracheomalazie betrifft primär die Luftröhre und zeigt ähnliche klinische Zeichen, jedoch mit proximaler Lokalisation des Kollapses.
Therapie
Die Behandlung orientiert sich an einer symptomorientierten, leitliniengerechten Strategie. Bei leichten Formen steht die konservative Therapie im Vordergrund: regelmäßige Atemwegspflege, Vermeidung von Triggerfaktoren und prophylaktische Impfungen gegen respiratorische Pathogene. Bei wiederkehrenden Infektionen oder persistierenden Obstruktion kann eine medikamentöse Standardtherapie mit inhalativen Bronchodilatatoren und ggf. inhalativen Kortikosteroiden eingesetzt werden, um die Atemwegsobstruktion zu reduzieren. In schwereren Fällen wird häufig ein chirurgischer Eingriff erwogen, etwa die Stentimplantation oder die Aortopulmonale Sling‑Operation bei begleitender Gefäßkompression. Die Auswahl des Verfahrens richtet sich nach dem Ausmaß der Malazie und dem klinischen Schweregrad.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
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Verwandte Codes
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