Zum Inhalt

HealthOSArtikel A–Z

Arbeitsbereiche

Nachschlagen

Wissensartikel · DE

Bronchopneumonie (J18.0) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Bronchopneumonie bezeichnet eine entzündliche Lungenerkrankung, bei der das gesamte Lungenparenchym eines oder mehrerer Lappen von einer bakteriellen Infektion betroffen ist. Sie macht einen bedeutenden Anteil der ambulant erworbenen und nosokomialen Pneumonien aus und stellt insbesondere in älteren Patienten sowie bei Vorliegen von Komorbiditäten eine relevante Ursache für Morbidität und Mortalität dar.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch beginnen die Symptome mit plötzlich auftretendem Fieber, Schüttelfrost und produktivem Husten. Der Auswurf ist häufig purulent, kann gelblich bis grünlich sein. Dyspnoe und pleurische Brustschmerzen sind häufig, wobei letztere sich bei tiefen Atemzügen verstärken können. Bei körperlicher Untersuchung finden sich lokalisierte Rasselgeräusche über dem betroffenen Lappen sowie ein erhöhter Atemgeräuschpegel. Der Krankheitsverlauf ist meist akut mit rascher Verschlechterung innerhalb von 24–48 h, sofern keine adäquate Therapie eingeleitet wird.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf akuten Beginn, Risikofaktoren wie Rauchen, chronische Lungenerkrankungen oder Immunsuppression sowie mögliche Exposition gegenüber Erregern. Klinisch wird die Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und das Vorhandensein von Rasselgeräuschen beurteilt. Laborchemisch zeigen sich häufig Leukozytose mit Linksverschiebung und erhöhte Entzündungsmarker (CRP, Procalcitonin). Bildgebend ist das Thorax‑Röntgenbild zentral; es zeigt in der Regel eine lobuläre oder segmentale Infiltration, die den betroffenen Lappen umschließt. Bei Unsicherheit kann eine Computertomographie zur besseren Darstellung eingesetzt werden. Mikrobiologische Diagnostik (Sputumkultur, Blutkulturen) wird empfohlen, um den Erreger zu identifizieren und die Therapie gezielt anzupassen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Erkrankungen umfassen:

  • Lobarpneumonie: häufigere einseitige Infiltration mit klarer Abgrenzung des betroffenen Lappens, jedoch klinisch ähnlich.
  • Bronchialkarzinom mit sekundärer Infektion: persistierender Husten und Gewichtsverlust, evtl. untypische Bildgebung.
  • Tuberkulose: chronischer Verlauf, nächtliches Schwitzen, positive Tuberkulin-Test oder IGRA.
  • Pulmonale Embolie: plötzlich auftretende Dyspnoe und pleurische Schmerzen, jedoch meist ohne Fieber und mit typischen CT‑Findungen.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie bei nicht spezifisch pathogen belegtener Bronchopneumonie umfasst eine initiale antibiotische Behandlung mit einem Breitbandantibiotikum, das gegen die häufigsten Erreger (z. B. Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae) wirksam ist. Amoxicillin wird in den geprüften Quellen als bewährtes Mittel genannt und gilt als geeignete Option für Patienten ohne Risikofaktoren für resistente Erreger. Die Therapie sollte nach klinischer Besserung von mindestens fünf bis sieben Tagen fortgeführt werden, wobei eine frühzeitige Umstellung auf orale Medikamente bei stabiler Situation empfohlen wird. Zusätzlich erhalten alle Patienten supportive Maßnahmen wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Analgesie und, falls nötig, Sauerstofftherapie zur Sicherstellung einer adäquaten Oxygenierung.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.

Bronchopneumonie (J18.0) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard | HealthOS