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Senile Katarakt – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Cataracta senilis bezeichnet die altersbedingte Trübung der Augenlinse, welche im höheren Lebensalter als häufigste Ursache für Sehbehinderung auftritt. Epidemiologisch zeigt sich eine steigende Prävalenz mit zunehmendem Alter; bei Menschen über 70 Jahren ist ein signifikanter Anteil von Linsenopazitäten nachweisbar. Klinisch relevant wird die Katarakt, wenn die optische Leistungsfähigkeit der Linse so stark eingeschränkt ist, dass alltägliche Sehaufgaben beeinträchtigt werden.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind schrittweise zunehmende Unscharfe Sicht, vermehrte Blendempfindlichkeit und Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Gesichtern. Der Verlauf ist meist langsam progressiv über Jahre hinweg; akute Verschlechterungen können bei Komplikationen wie einer sekundären Glaukomentwicklung auftreten. Bei der ophthalmoskopischen Untersuchung zeigt sich eine opake Linse mit variabler Ausprägung je nach Katarakttyp (z. B. Kern‑, Kortikal‑ oder posterior subkapsuläre Trübung).

Diagnostik

Die Anamnese umfasst Fragen zu Sehverschlechterungen, Lichtempfindlichkeit und möglichen Risikofaktoren wie Diabetes mellitus oder langfristiger Steroidtherapie. Die klinische Untersuchung beinhaltet die Messung der Visuswerte, Spaltlampenbefund zur Beurteilung des Trübungsgrades sowie die Pupillengröße und -reaktion. Ergänzende apparative Verfahren können eine optische Kohärenztomographie (OCT) oder Ultraschallbiometrie sein, um begleitende Pathologien auszuschließen. Diagnosekriterien beruhen auf dem kombinierten Befund von visueller Einschränkung und objektiver Linstrübung.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind:

  • Alterssichtigkeit (Presbyopie) – betrifft die Akkommodationsfähigkeit ohne Linsenopazität.
  • Korneale Opazitäten (z. B. Narben, Dystrophien) – äußere Trübung mit charakteristischem Hornhautbefund.
  • Glaukom – primär periphere Gesichtsfeldausfälle bei normaler Linse.
  • Retinale Erkrankungen (Makulaödem, altersabhängige Makuladegeneration) – zentrale Sehverschlechterung ohne linsebedingte Trübung.

Die Unterscheidung erfolgt durch gezielte Untersuchung der jeweiligen Strukturen und funktionellen Tests.

Therapie

Der therapeutische Standard bei symptomatischer Katarakt ist die chirurgische Linsenextraktion mit Implantation einer künstlichen Intraokularlinse (IOL). Diese Intervention wird als leitliniengerechte Therapie angesehen, sobald die Sehbeeinträchtigung das Alltagsleben einschränkt. Nichtoperative Maßnahmen wie optimierte Beleuchtung oder refraktive Korrektur können vor der Operation symptomatisch unterstützen, ersetzen jedoch nicht die definitive chirurgische Behandlung.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.