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Collum anatomicum Fraktur (ICD‑10 S42.23) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
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Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das Collum anatomicum bezeichnet den anatomischen Hals des Humerus, also die knöcherne Übergangszone zwischen dem Gelenkkopf und dem Tuberkulum majus. Frakturen in diesem Bereich entstehen häufig durch direkte oder indirekte Traumata im höheren Lebensalter und stellen eine besondere chirurgische Herausforderung dar, weil die Blutversorgung des Oberarmkopfes gefährdet sein kann. Epidemiologisch wird das Collum-anatomicum‑Frakturm als Teil der proximalen Humerusfrakturen erfasst; es macht einen relevanten Anteil dieser Frakturen aus, insbesondere bei osteoporotischen Patienten.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer Fraktur des Collum anatomicum sind akute Schulterschmerzen, eingeschränkte aktive und passive Beweglichkeit sowie eine sichtbare Fehlstellung oder Schwellung über dem proximalen Humerus. Der klinische Verlauf ist häufig durch sofortige Schmerzverstärkung bei Belastung und mögliche Impotenz der Rotatorenmanschette gekennzeichnet. In vielen Fällen wird die Fraktur im Rahmen einer Notfalluntersuchung als disloziert beschrieben, was eine rasche bildgebende Diagnostik erforderlich macht.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf das traumatische Ereignis (z. B. Sturz aus der Höhe) und mögliche Risikofaktoren wie Osteoporose. Klinisch wird die Schulterpalpation durchgeführt, um Druckschmerz und Fehlstellungen zu identifizieren. Bildgebend ist die konventionelle Röntgenaufnahme in zwei Ebenen (anteroposteriore Ansicht und laterale Y‑Ansicht) Standard zur Identifikation des Collum anatomicum‑Bruchs. Bei unklarer Frakturkonfiguration oder Verdacht auf begleitende Verletzungen kann eine CT-Scan ergänzend eingesetzt werden, um die Fragmentlage präzise zu beurteilen.

Differenzialdiagnosen

Wesentliche abzugrenzende Diagnosen umfassen Frakturen des Tuberkulum majus, chirurgische Halsfrakturen (Collum surgicalis) und proximale Humerusfrakturen mit Beteiligung des Gelenkkopfes. Die Unterscheidung erfolgt primär über die Lage des Bruchgerüsts in Relation zum anatomischen Hals: Beim Collum anatomicum liegt der Bruch distal zur Tuberositas major, während beim chirurgischen Hals ein höheres proximales Frakturmuster vorliegt. Zusätzlich müssen Luxationen oder Dislokationen des Glenohumeralgelenks ausgeschlossen werden.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach dem Dislokationsgrad und dem Alter des Patienten. Bei nicht dislozierten Frakturen kann eine konservative Therapie mit Ruhigstellung in einem Armschlinge, schmerzlindernder Medikation und frühzeitiger Physiotherapie erfolgen. Dislozierte Frakturen des Collum anatomicum erfordern häufig operative Stabilisierung, um die Blutversorgung des Oberarmkopfes zu sichern und ein sekundäres AVN (Aseptisches Nekrose) zu verhindern. Operativ wird dabei häufig eine osteosynthetische Versorgung mittels einer abgewinkelten Drittelrohrplatte eingesetzt, wie in der Fachliteratur zur Osteosynthese dislozierter Humerusfrakturen beschrieben.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

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