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Coxa plana – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 2
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
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In diesem Artikel
Übersicht
Coxa plana bezeichnet die flache, deformed Form des Hüftkopfes, die typischerweise im Rahmen der Kinderschuhkrankheit Legg‑Calvé‑Perthes auftritt. Die Erkrankung betrifft vorwiegend Jungen im Alter von 4 bis 10 Jahren und führt zu einer avaskulären Nekrose des Femurkopf‑Epiphysialbereichs, gefolgt von Remodellierung und potenzieller Deformität des Hüftgelenks. Klinisch relevant ist die mögliche langfristige Hüftarthrose, insbesondere bei ungünstigen Remodellierungsverläufen.
Klinisches Erscheinungsbild
Betroffene Kinder präsentieren sich häufig mit schmerzhaftem Hinken, das zunächst intermittierend und später persistenter wird. Der Schmerz lokalisiert sich meist im Leisten‑ oder Oberschenkelbereich und kann in die Knie ausstrahlen. Typisch ist eine eingeschränkte Hüftbeweglichkeit, insbesondere Abduktion und Innenrotation. In fortgeschrittenen Stadien kann ein auffälliges „Klein‑Hüft‑Syndrom“ mit verkürztem Bein auftreten. Der Krankheitsverlauf lässt sich in vier Phasen unterteilen: Initiale Nekrose, Fragmentationsphase, Reossifikationsphase und Remodellierungsphase, wobei die klinischen Symptome während der Fragmentations- und Reossifikationsphasen am stärksten ausgeprägt sind.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf das Auftreten von Hinken, Schmerzen und mögliche familiäre Vorbelastungen. Die klinische Untersuchung bestätigt eine eingeschränkte Hüftbeweglichkeit und Schmerz bei Belastung. Radiologisch ist die erste Bildgebung ein anteroposterioresorptives Röntgenbild des Beckens, das in der frühen Phase eine vergrößerte Epiphysenlinie und später eine Verflachung des Femurkopfes (Coxa plana) zeigt. Magnetresonanztomographie (MRT) wird eingesetzt, um die avaskuläre Nekrose bereits im Frühstadium zu visualisieren und den Umfang der Knochenveränderungen zu beurteilen. Laboruntersuchungen sind nicht spezifisch, dienen jedoch dem Ausschluss anderer entzündlicher oder infektiöser Prozesse.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die transiente Synovitis des Hüftgelenks, Morbus Scheuermann‑Perthes (eine andere Bezeichnung für dieselbe Erkrankung), Slipped Capital Femoral Epiphysis (SCFE) bei älteren Jugendlichen sowie entzündliche Arthritis und infektiöse Osteomyelitis. Die Unterscheidungsmerkmale liegen in Alter, klinischem Verlauf, bildgebenden Befunden (z. B. SCFE zeigt eine Verlagerung des Femurkopfes) und Laborwerten.
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung und dem Ausmaß der Hüftdeformität. In frühen Stadien wird konservativ mit Schonung, Physiotherapie zur Erhaltung des Bewegungsradius und ggf. Teilbelastung (z. B. Gehstock) vorgegangen. Bei fortgeschrittener Deformation oder anhaltender Funktionsbeeinträchtigung kann eine operative Intervention indiziert sein; hierzu zählen proximal‑femorale Osteotomien, die den Femurkopf in ein günstigeres Belastungsfeld bringen, sowie Hüftgelenks‑Arthrodese in seltenen, fortgeschrittenen Fällen. Die Therapie erfolgt leitliniengerecht und orientiert sich an den aktuellen evidenzbasierten Empfehlungen für Legg‑Calvé‑Perthes.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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