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Crohn-Krankheit (K50.9) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
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In diesem Artikel
Übersicht
Die Crohn-Krankheit ist eine chronisch‑entzündliche Darmerkrankung, die primär den Gastrointestinaltrakt betrifft, aber auch extraintestinale Manifestationen zeigen kann. Sie tritt weltweit mit einer Prävalenz von etwa 100–200 pro 100 000 Personen auf und zeigt ein bimodales Alterspeak im jungen Erwachsenenalter. Klinisch relevant ist ihr potenziell komplikationsreicher Verlauf mit Risiko für Stenosen, Fisteln und chirurgische Eingriffe.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind wiederkehrende abdominelle Schmerzen, wässriger Durchfall (oft blutfrei) und Gewichtsverlust. Chronische Entzündungen können zu systemischen Beschwerden wie Müdigkeit und Anämie führen. Extraintestinale Manifestationen umfassen kutane Läsionen, insbesondere granulomatöse Cheilitis, die als Ausdruck einer metastatischen Crohn-Erkrankung beschrieben wurden. Der Krankheitsverlauf ist häufig schubweise mit Phasen remittierender Aktivität.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf wiederkehrende gastrointestinale Beschwerden, familiäre Vorbelastung und das Auftreten extraintestinaler Symptome. Klinisch wird eine körperliche Untersuchung des Abdomens sowie der Haut durchgeführt. Laborparameter zeigen häufig erhöhte Entzündungsmarker (CRP, BSG) und Anämie. Bildgebend kommen Magnetresonanztomographie des Dünndarms und Endoskopie mit Biopsie zum Einsatz; histopathologisch finden sich transmurale Granulome. Die Diagnose wird anhand etablierter klinischer Kriterien gestellt, die eine Kombination aus endoskopischen Befunden, bildgebenden Ergebnissen und histologischen Merkmalen erfordern.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Erkrankungen sind Colitis ulcerosa, infektiöse Enteropathien (z. B. Yersinia, Campylobacter), mikroskopische Kolitis sowie nicht‑infektiöse entzündliche Darmerkrankungen wie die reaktive Arthritis. Bei kutanen Manifestationen ist zwischen einer primären Hauterkrankung (z. B. Lippenherpes) und einer sekundären Beteiligung im Rahmen der Crohn-Krankheit zu unterscheiden; granulomatöse Cheilitis weist typischerweise nicht‑infektiöse Granulome auf.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie umfasst zunächst entzündungshemmende Medikamente, wobei 5‑ASA‑Derivate (z. B. Mesalazin) häufig als Basistherapie eingesetzt werden. Bei unzureichendem Ansprechen oder moderaten bis schweren Verläufen kommen immunmodulierende bzw. biologische Therapien zum Einsatz, die auf unterschiedliche Wirkprinzipien abzielen (z. B. Anti‑TNF‑α, Integrin‑Blockade). Chirurgische Interventionen werden bei komplikationsbedingten Komplikationen wie Stenosen, Fisteln oder wiederholtem Krankheitsreprogress nach Resektion notwendig. Nach operativer Therapie besteht ein signifikanter Anteil an Patienten mit erneuter Krankheitsaktivität, was eine kontinuierliche medizinische Nachsorge erfordert.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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