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Darmperforation (K63.1): Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 2
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-035720

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Eine Darmperforation bezeichnet das vollständige Durchbrechen der Darmwand mit Freisetzung von Darminhalt in die Peritonealhöhle. Sie ist ein medizinischer Notfall, da die Kontamination zu einer sekundären peritonalen Entzündung und Sepsis führen kann. Die Inzidenz variiert je nach Ursache; iatrogene Verletzungen, insbesondere im Rahmen endoskopischer Verfahren oder invasiver Katheterisierung, werden in den vorliegenden Fallberichten beschrieben. Trotz ihrer Seltenheit ist die Mortalität bei verzögerter Therapie hoch, weshalb ein schnelles Erkennen und Handeln entscheidend sind.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer akuten Darmperforation sind plötzlich auftretender, intensiver abdominaler Schmerz, häufig diffus ausstrahlend, begleitet von Abwehrspannung des Bauchraums. Peritonale Zeichen wie Schmerzen bei Palpation, Abwehrspannung und ggf. Rigidität treten rasch auf. In den dokumentierten Fällen nach endoskopischen Eingriffen wurde zusätzlich ein akuter Schockzustand mit Tachykardie und Hypotonie beobachtet. Patienten können Übelkeit, Erbrechen und Fieber entwickeln, wobei das klinische Bild je nach Lokalisation der Perforation (z. B. Kolon vs. Rektum) variieren kann.

Diagnostik

Die Anamnese sollte potenzielle iatrogene Ursachen (z. B. endoskopisches Tattooing, rektale Temperatursonde) erfragen. Klinisch steht die Untersuchung des Abdomens im Vordergrund; ein fokaler oder generalisierter Abwehrschmerz ist ein Hinweis auf eine Perforation. Laborbefunde zeigen häufig erhöhte Entzündungsparameter (Leukozytose, CRP). Bildgebend ist das abdominale CT mit Kontrastmittel der Goldstandard: Es visualisiert freie Luft im Abdomen, extravasierenden Kontrast und lokale Flüssigkeitsansammlungen. In Notfallsituationen kann auch ein Röntgen des Abdomens im Stehen freie Luft unter dem Zwerchfell zeigen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute Appendizitis, perforierte Divertikulitis, entzündliche Darmerkrankungen mit Perforationsrisiko sowie nicht-peritonale Ursachen von Bauchschmerzen wie Nierenkoliken. Das Vorhandensein freier Luft im Abdomen und ein plötzlicher, stark peritonealer Schmerzverlauf unterstützen die Diagnose einer Darmperforation gegenüber diesen Differenzialdiagnosen.

Therapie

Die Behandlung erfolgt leitliniengerecht chirurgisch in Form einer sofortigen Explorationslaparotomie oder laparoskopischen Intervention, je nach klinischem Zustand und Erfahrung des Operateurs. Ziel ist das Schließen der Perforationsstelle, die Kontamination zu kontrollieren und ggf. eine Resektion betroffener Darmsegmente vorzunehmen. Zusätzlich wird eine broad‑spectrum antibiotische Therapie initiiert, um die sekundäre Infektion zu verhindern; die Auswahl orientiert sich an den gängigen Empfehlungen für intraabdominelle Sepsis. Flüssigkeits- und hämodynamisches Management sowie Schmerztherapie sind integrale Bestandteile der perioperativen Versorgung.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.