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Delir bei geriatrischen Patienten – Diagnostik‑Algorithmus, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard (ICD‑10 F05)

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 2

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Delir ist ein akutes neuropsychiatrisches Syndrom, das durch eine gestörte Aufmerksamkeit, Desorientierung und Schwankungen im Bewusstseinsgrad gekennzeichnet ist. Die Prävalenz ist besonders hoch bei hospitalisierten älteren Patienten sowie auf Intensivstationen. Das Delir erhöht signifikant Morbidität, Mortalität und die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen kognitiven Beeinträchtigung, wodurch es ein zentrales Ziel des Akutmanagements darstellt.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen eine plötzlich auftretende Störung der Aufmerksamkeit, veränderte Wachheit (Hyper‑ oder Hypoaktivität) und kognitive Defizite, insbesondere Gedächtnisstörungen. Begleitend können Halluzinationen, Wahnvorstellungen sowie motorische Unruhe oder Lethargie auftreten. Der Verlauf ist häufig fluktuierend, wobei sich die Symptomintensität im Tagesverlauf stark verändern kann.

Diagnostik

Die Anamnese richtet sich auf akute Veränderungen des mentalen Zustands, auslösende Faktoren (z. B. Infektionen, Medikamentennebenwirkungen) und prädisponierende Risikofaktoren. Die klinische Untersuchung beinhaltet die Bewertung von Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis und Bewusstseinslage mittels standardisierter Instrumente. Laboruntersuchungen dienen dem Ausschluss organischer Ursachen (Elektrolyte, Blutbild, Entzündungsparameter) sowie bildgebenden Verfahren bei Verdacht auf strukturelle Hirnpathologien. Die Diagnose wird anhand etablierter Kriterien gestellt, die eine akute und fluktuierende Störung der Aufmerksamkeit sowie begleitende kognitive Beeinträchtigungen fordern.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind Demenz, Depression mit psychomotorischer Retardierung, akute Psychosen und substanzinduzierte Zustände (z. B. Alkohol‑ oder Medikamentenintoxikation). Im Gegensatz zur Demenz fehlt beim Delir die chronische Progression und die Symptome zeigen eine schnelle Fluktuation. Bei depressiven Syndromen dominieren affektive Symptome, während beim Delir die Aufmerksamkeitsstörung im Vordergrund steht. Substanzinduzierte Zustände lassen sich häufig durch toxikologische Analysen differenzieren.

Therapie

Das Management beginnt mit der Identifikation und Behandlung auslösender Ursachen (Infektionen, Elektrolytstörungen, Medikamentenadjustierung). Nicht‑pharmakologische Maßnahmen umfassen die Optimierung des Schlaf–Wach‑Rhythmus, sensorische Orientierungshilfen und Mobilisation. Bei schwerwiegenden Symptomen wird eine medikamentöse Standardtherapie mit einem typischen Antipsychotikum eingesetzt; hierbei ist Haloperidol ein häufig genutztes Präparat. Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Hyperaktivität und wird stets in Kombination mit nicht‑pharmakologischen Interventionen durchgeführt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.