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Dental Attrition (K03.0) – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
  • Leitlinie oder Konsensus: 1
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-011973

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Dentaler Attrition bezeichnet den mechanischen Zahnverschleiß durch direkten Kontakt von Zähnen miteinander oder mit antagonistischen Zahnteilen, ohne Beteiligung chemischer Prozesse. Epidemiologische Daten zeigen, dass attritive Zahnabnutzung mit dem Alter zunimmt und bei älteren Erwachsenen häufig vorkommt. Klinisch relevant ist die potenzielle Beeinträchtigung von Okklusion, Ästhetik und Schmerzempfindlichkeit, was zu Funktionsstörungen des Kauapparates führen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind abgeflachte Zahnhöcker, insbesondere an den Schneide- und Kauflächen, sowie abgerundete Okklusränder. Betroffene berichten häufig über Empfindlichkeit gegenüber Temperatur oder Druck, wobei die Schmerzschwelle bei exponierten Dentinen sinkt. Der Verlauf ist meist schleichend; ein fortschreitender Verlust von Zahnhöhe kann zu maladaptiven Okklusionsmustern und sekundären Parodontalerkrankungen führen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf parafunktionale Belastungen (z. B. Bruxismus, nächtliches Zähneknirschen), berufliche oder sportliche Aktivitäten mit hoher Krafteinwirkung sowie Ernährungsgewohnheiten, die mechanischen Stress begünstigen können. Klinisch erfolgt eine visuelle Inspektion der Zahnoberflächen unter geeigneter Beleuchtung und ggf. Vergrößerung; charakteristisch sind gleichmäßig abgeflachte Flächen ohne erosive Läsionen. Radiologische Befunde unterstützen die Beurteilung des Zahnhals‑ und Wurzelzustands, insbesondere bei fortgeschrittener Abnutzung. Es existieren keine spezifischen Laborparameter; die Diagnose basiert primär auf klinischer Bewertung und Ausschluss anderer Zahnverschleißformen.

Differenzialdiagnosen

Wesentliche abzugrenzende Diagnosen umfassen dentale Erosion (chemisch bedingter Zahnschmelzverlust), Abrasion (mechanische Schädigung durch externe Kräfte wie falsche Putztechnik) sowie abfränkende Parodontitis, die zu Zahnverlust führen kann. Der Unterschied zur Attrition liegt in der Ursache: bei Attrition ist der Kontakt zwischen antagonistischen Zähnen primär verantwortlich, während Erosion und Abrasion externe chemische bzw. physikalische Faktoren einbeziehen.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Ausmaß des Verschleißes und den funktionellen Folgen. Bei leichtem bis moderatem Attrition wird zunächst eine konservative Maßnahmenkette empfohlen: Aufklärung über parafunktionale Belastungen, ggf. Einsatz einer Aufbissschiene zur Entlastung der Okklusion sowie Anpassung von Zahnersatz oder restaurativen Materialien, um die Zahnform zu rekonstruieren und den Dentinschutz zu gewährleisten. In fortgeschrittenen Fällen kann eine umfassende prothetische Rehabilitation erforderlich sein, wobei funktionelle Okklusionsziele im Vordergrund stehen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.