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Rupturierte Dissektion der Aorta abdominalis – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Eine Dissektion der Aorta abdominalis, die bereits rupturiert ist, stellt einen akuten, lebensbedrohlichen Notfall dar. Sie tritt selten im Vergleich zu thorakalen Dissektionen auf, ist jedoch mit einer hohen Mortalität verbunden, insbesondere wenn ein Ruptur‑Komplex vorliegt. Die Pathogenese kann spontan sein oder iatrogen nach invasiven Eingriffen entstehen; in Einzelfällen wird sie im Kontext von systemischen Gefäßerkrankungen wie der Takayasu-Arteriitis beschrieben.
Klinisches Erscheinungsbild
Patient*innen präsentieren sich häufig mit plötzlich einsetzendem, intensiven abdominalen oder lumbalen Schmerz, der als stechend bis reißend beschrieben wird. Begleitende Symptome können hypotonischer Schock, Synkopen und ein pulsierendes abdominelles Mass anlegen. In einigen Fällen kann die Symptomatik durch sekundäre Organbeteiligungen wie Niereninsuffizienz (z. B. bei gleichzeitiger Nierenarterienthrombose) maskiert werden, was zu Fehldiagnosen wie Pyelonephritis führen kann. Der klinische Verlauf ist rasch fortschreitend und erfordert sofortige Intervention.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf den akuten Schmerzverlauf, mögliche Vorerkrankungen (z. B. Gefäßentzündungen) und kürzlich erfolgte invasive Eingriffe. Die körperliche Untersuchung zeigt häufig einen abdominalen Pulsdefizit, ein pulsierendes Mass oder Zeichen eines hypovolämischen Schocks. Laborparameter können unspezifisch sein; erhöhte Lactatwerte weisen auf Gewebshypoxie hin. Bildgebend ist die Computertomographie mit Kontrast (CT‑Angiografie) das diagnostische Goldstandardverfahren, da sie die Dissektionsebene, Ausdehnung und eventuelle Ruptur klar darstellt. In Ausnahmefällen kann eine transösophageale Echokardiographie ergänzend eingesetzt werden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute abdominale Aortenaneurysmen mit oder ohne Ruptur, retroperitoneale Blutungen nach traumatischer Verletzung, entzündliche Abdominalschmerzen (z. B. Appendizitis, Divertikulitis) und infektiöse Prozesse wie Pyelonephritis. Charakteristisch für die Dissektion sind das abrupt einsetzende, reißende Schmerzbild sowie bildgebende Befunde einer intimalen Flap‑Bildung.
Therapie
Die sofortige hemodynamische Stabilisierung mit Volumenersatz und Blutdruckkontrolle ist essenziell. Leitliniengerechte Therapie umfasst die rasche operative oder endovaskuläre Reparatur, um den Ruptur‑Komplex zu schließen und die distal perfundierenden Gefäße zu sichern. Die Wahl zwischen offener chirurgischer Rekonstruktion und endograft‑basierten Verfahren richtet sich nach anatomischen Gegebenheiten, Patientenalter und Komorbiditäten. Perioperativ wird eine antithrombotische Therapie nach individueller Risikobewertung fortgeführt.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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