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Divertikelkrankheit des Darmes – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie-Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Divertikelkrankheit des Darmes, häufig als Divertikulose bezeichnet, umfasst das Vorhandensein von Ausstülpungen der Darmwand, die primär im Kolon auftreten. Die Prävalenz steigt mit dem Lebensalter und erreicht in Industrienationen bei Personen über 60 Jahren Werte von bis zu 50 %. Klinisch relevant wird die Erkrankung, wenn Komplikationen wie Divertikulitis, Blutungen oder Perforation entstehen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer akuten Divertikulitis sind lokalisierte rechtsseitige Unterbauchschmerzen, häufig begleitet von Fieber und Tenesmus. Der klinische Verlauf kann schubweise auftreten; leichte Formen heilen spontan, während schwere Verläufe zu Abszessen oder Perforationen führen können. Bei asymptomatischer Divertikulose fehlen Beschwerden, es kann jedoch gelegentlich ein Völlegefühl oder unspezifische Bauchbeschwerden geben.

Diagnostik

Die Anamnese richtet sich nach typischen Schmerzen, Fieber und evtl. Blut im Stuhl. Die körperliche Untersuchung zeigt häufig eine fokale Druckschmerzhaftigkeit im rechten Unterbauch ohne Abwehrspannung in unkomplizierten Fällen. Laborbefunde können eine Leukozytose und erhöhte Entzündungsparameter (CRP) aufweisen, sind jedoch nicht spezifisch. Bildgebend wird die Sonographie als erster Schritt genutzt; bei unklarer Situation oder Verdacht auf Komplikationen erfolgt eine Computertomografie des Abdomens mit Kontrastmittel, die die Diagnose sicherstellt und das Ausmaß der Entzündung sowie mögliche Abszesse darstellt. Endoskopisch sollte während einer akuten Phase nicht untersucht werden, um ein Perforationsrisiko zu vermeiden.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn), kolorektale Karzinome, Ischämie des Kolons sowie akute Appendizitis. Die Unterscheidungsmerkmale liegen in der Lokalisation der Schmerzen, dem Vorhandensein von Blut im Stuhl, bildgebenden Befunden und ggf. endoskopischen Merkmalen.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie einer unkomplizierten Divertikulitis besteht aus einer konservativen Behandlung mit Flüssigkeitszufuhr, Schmerzmanagement und einer antibiotischen Therapie, sofern ein Infektverdacht besteht. In den geprüften Quellen wird amoxicillin als möglicher Wirkstoff genannt; jedoch fehlt eine konkrete Evidenzbasis für dessen Einsatz in dieser Indikation. Bei komplizierten Verläufen (Abszess, Perforation) ist eine stationäre Behandlung mit intravenöser Antibiotikagabe und ggf. chirurgischer Intervention angezeigt.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.