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Divertikulitis des Dickdarms ohne Perforation – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard (ICD‑10 K57.32)

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Divertikulitis des Dickdarms ohne Perforation, Abszess oder Hinweis auf Blutung bezeichnet eine entzündliche Komplikation der Divertikel, die sich klinisch durch lokale Schmerzen und systemische Entzündungszeichen äußert. Die Prävalenz steigt mit dem Lebensalter; sie ist besonders häufig bei Personen über 60 Jahren. Obwohl meist unkompliziert, kann sie zu schwerwiegenden Verläufen führen, wenn Komplikationen wie Perforation oder Abszess auftreten.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch sind plötzlich einsetzende, lokalisierte Schmerzen im linken Unterbauch, begleitet von Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl. Der Schmerz ist häufig konstant und kann sich bei Druck verstärken. Zusätzlich können Übelkeit, Appetitlosigkeit und leichte Diarrhö auftreten. Der klinische Verlauf beginnt meist akut, stabilisiert sich jedoch rasch unter adäquater Therapie.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf wiederkehrende Bauchbeschwerden, Ernährungsgewohnheiten und frühere Episoden von Divertikulitis. Die körperliche Untersuchung zeigt eine lokale Druckempfindlichkeit im betroffenen Darmabschnitt ohne Abwehrspannung. Laborbefunde umfassen meist ein erhöhtes C‑reaktives Protein sowie Leukozytose, was auf eine systemische Entzündungsreaktion hinweist. Bildgebend wird in der Regel eine Computertomographie des Abdomens eingesetzt, um entzündliche Veränderungen und das Fehlen von Perforation oder Abszess zu bestätigen. Endoskopie ist nicht zwingend erforderlich, kann jedoch zur Ausschlussdiagnose bei unklaren Befunden beitragen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute Kolitis, Appendizitis (bei rechtsseitigem Schmerz), Ischämische Kolitis, kolorektale Neoplasien und infektiöse Gastroenteritiden. Die Unterscheidungsmerkmale liegen in der Lokalisation des Schmerzes, dem Vorhandensein von Blut im Stuhl, spezifischen Laborwerten sowie bildgebenden Befunden.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus einer initialen konservativen Behandlung mit Flüssigkeitszufuhr und symptomatischer Schmerztherapie. Bei unkomplizierter Divertikulitis wird eine medikamentöse Therapie eingesetzt, die auf ein breites antimikrobielles Spektrum abzielt, um die häufigsten Erreger der Darmflora zu adressieren. Zusätzlich wird empfohlen, für einen begrenzten Zeitraum eine ballaststoffarme Diät einzuhalten, gefolgt von einer schrittweisen Rückkehr zu einer ballaststoffreichen Kost zur Prävention zukünftiger Episoden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.