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Divertikulitis des Dünndarms ohne Perforation – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie-Standard (K57.12)

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Divertikulitis des Dünndarmes ohne Perforation, Abszess oder Hinweis auf Blutung ist eine seltene entzündliche Erkrankung, die primär im Jejunum oder Ileum auftritt. Die Prävalenz liegt deutlich unter der von kolorektalen Divertikeln und wird in deutschen Epidemiologiestudien kaum quantifiziert. Klinisch relevant ist sie wegen des Risikos einer komplikationslosen Entzündung, die jedoch bei fehlender adäquater Therapie zu Perforation oder Abszess führen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Betroffene Patienten präsentieren sich häufig mit unspezifischen abdominalen Schmerzen, meist im rechten Unterbauch, begleitet von leichtem Fieber und gelegentlichem Übelkeitsempfinden. Der Befund kann eine lokale Druckschmerzhaftigkeit ohne Abwehrspannung zeigen. Der Krankheitsverlauf ist in der Regel akut, wobei die Symptome innerhalb weniger Tage ihren Höhepunkt erreichen und bei adäquater Therapie rasch zurückgehen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf wiederkehrende oder plötzlich auftretende Bauchschmerzen sowie mögliche Risikofaktoren wie ballaststoffarme Ernährung. Klinisch wird eine gründliche Abdomenuntersuchung durchgeführt, um lokale Schmerzlokalisation und Abwehrzeichen zu beurteilen. Laborchemisch zeigen sich häufig milde Leukozytose und erhöhte C‑reaktive Proteinwerte, jedoch ohne spezifische Marker. Bildgebend ist die Computertomographie mit Kontrastmittel die Methode der Wahl, da sie typischerweise kleine, entzündete Dünndarmdivertikel mit umgebender Wandverdickung darstellt und gleichzeitig Komplikationen wie Perforation oder Abszess ausschließt. Endoskopische Verfahren werden selten eingesetzt, weil sie das Risiko einer Perforation erhöhen können.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute Appendizitis, Ileitis (z. B. Morbus Crohn), nicht perforierte Meckel-Divertikulitis sowie funktionelle abdominale Schmerzsyndrome. Die Unterscheidung basiert auf der Kombination aus klinischer Lokalisation, Laborwerten und insbesondere bildgebenden Befunden: Bei Appendizitis zeigt die CT typischerweise eine vergrößerte Appendix mit umgebender Fettinfiltration; bei Morbus Crohn finden sich segmentale Wandverdickungen über mehrere Zentimeter hinweg sowie mögliche Fisteln. Nicht perforierte Meckel-Divertikulitis kann ähnlich aussehen, wird jedoch durch einen Technetium‑99m‑Pertechnetat-Scan oder intraoperative Sicht bestätigt.

Therapie

Bei unkomplizierter Dünndarmdivertikulitis ohne Perforation, Abszess oder Blutung empfiehlt die aktuelle Evidenz eine antibiotische Standardtherapie, die auf ein breites Spektrum gegen grampositive und gramnegative Bakterien abzielt. In den geprüften Quellen wird ein β‑Lactam‑Antibiotikum genannt; konkrete Wirkstoffnamen, Handelsbezeichnungen sowie Dosierungen dürfen jedoch nicht angegeben werden. Die Therapie sollte intravenös eingeleitet und nach klinischer Besserung auf orale Anwendung umgestellt werden. Zusätzlich wird eine ballaststoffreiche Kost nach Abklingen der akuten Phase empfohlen, um Rezidive zu verhindern.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.