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Divertikulitis des Dünn- und Dickdarms ohne Komplikationen – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie-Standard
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In diesem Artikel
Übersicht
Divertikulitis des Dünn‑ und Dickdarms beschreibt eine entzündliche Komplikation von Divertikeln ohne Hinweis auf Perforation, Abszessbildung oder aktive Blutung. Die Prävalenz steigt mit dem Lebensalter, wobei die Erkrankung des Dickdarms deutlich häufiger vorkommt als die des Dünndarms. Klinisch relevant ist sie wegen möglicher Progression zu perforierenden Komplikationen und der Notwendigkeit einer differenzierten Therapie.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome umfassen lokalisierte abdominale Schmerzen, häufig im linken Unterbauch bei Kolondivertikulitis bzw. diffusen Oberbauchbeschwerden bei Dünndarmbeteiligung. Begleitend können Fieber, Übelkeit und ein veränderter Stuhlgang auftreten. Der Verlauf ist in der Regel akut, kann jedoch zu wiederholten Episoden führen.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf plötzlich auftretende Bauchschmerzen, vorherige Divertikeldiagnosen sowie Risikofaktoren wie ballaststoffarme Ernährung und Rauchen. Klinische Untersuchung zeigt häufig lokale Abwehrspannung ohne freie Luft im Abdomen. Laborbefunde können eine Leukozytose und erhöhte Entzündungsparameter (CRP) aufweisen, sind jedoch nicht spezifisch. Bildgebend wird primär die Computertomographie mit Kontrastmittel eingesetzt, um entzündliche Veränderungen der Divertikel, Wandverdickungen und das Fehlen von Perforation oder Abszess zu bestätigen. Die Diagnose basiert auf dem Zusammenspiel klinischer, laborchemischer und radiologischer Kriterien.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen akute Appendizitis, entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn), Ischämie des Darmes, Kolikformen sowie gastrointestinale Infektionen. Charakteristische Unterschiede liegen in der Schmerzlokalisation, dem Vorhandensein von Blut im Stuhl, spezifischen Laborbefunden und bildgebenden Merkmalen.
Therapie
Die leitliniengerechte Standardtherapie besteht aus einer initialen medikamentösen Behandlung, die auf eine antimikrobielle Abdeckung abzielt, sowie einer symptomatischen Unterstützung. Bei unkomplizierter Divertikulitis ohne Komplikationen wird in der Regel eine orale Therapie über mehrere Tage empfohlen, gefolgt von einer schrittweisen Wiederaufnahme fester Kost. Eine stationäre Aufnahme ist nur bei fehlender klinischer Stabilität oder begleitenden Risikofaktoren indiziert. Operative Eingriffe werden ausschließlich bei fehlgeschlagener medikamentöser Therapie oder Auftreten von Komplikationen in Erwägung gezogen.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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