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Divertikulitis des Dünn‑ und Dickdarms (K57.53) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
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In diesem Artikel
Übersicht
Divertikulitis des Dünn- und Dickdarms ohne Perforation oder Abszess, jedoch mit Blutung, ist eine entzündliche Erkrankung der Darmwand, bei der sich Divertikel entzünden und bluten können. Sie tritt vorwiegend im höheren Lebensalter auf, wobei die Prävalenz im Dickdarm deutlich höher ist als im Dünndarm. Die klinische Relevanz ergibt sich aus dem Risiko für Komplikationen wie Blutverlust, Stenosen oder sekundäre Perforation, weshalb eine rasche Diagnostik und adäquate Therapie erforderlich sind.
Klinisches Erscheinungsbild
Patient*innen präsentieren sich typischerweise mit akuten abdominalen Schmerzen, die je nach Lokalisation des betroffenen Segments im rechten bzw. linken Unterbauch lokalisiert sein können. Begleitend treten häufig rektale Blutungen auf, die von hämatochezämischen Stühlen bis zu makroskopischem Blut reichen. Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind häufig, jedoch nicht zwingend. Der Verlauf ist meist subakut mit einer schnellen Verschlechterung innerhalb weniger Stunden bis Tage, wenn keine adäquate Therapie eingeleitet wird.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf plötzlich auftretende Bauchschmerzen, Blutungen und mögliche Risikofaktoren wie ballaststoffarme Ernährung oder chronische Verstopfung. Klinisch zeigt sich ein lokaler Abwehrspannungspunkt ohne Hinweis auf Perforation (z. B. keine freie Luft im Abdomen). Laborchemisch sind häufig eine Leukozytose und erhöhte Entzündungsparameter (CRP) nachweisbar; Blutungen können Anämie verursachen. Bildgebend ist die Computertomographie mit Kontrastmittel der Goldstandard, da sie entzündliche Veränderungen der Darmwand, peridivertikuläre Fettstränge und mögliche Blutungen sichtbar macht. Endoskopisch kann eine Kolonoskopie zur Bestätigung und zum Ausschluss von Malignomen eingesetzt werden, sollte jedoch erst nach Stabilisierung des Patienten erfolgen.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Akute Appendizitis (vor allem bei rechtsseitiger Lokalisation)
- Ischämische Kolitis (typisch bei älteren Patient*innen mit vaskulären Risikofaktoren und segmentaler Blutung)
- Colitis ulcerosa bzw. Morbus Crohn (chronischer Verlauf, andere Endoskopie‑Befunde)
- Divertikulitis mit Perforation oder Abszessbildung (nachweisbare freie Luft bzw. abgekapselte Flüssigkeitsansammlungen im CT)
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie einer nicht perforierten, blutenden Divertikulitis besteht aus einer medikamentösen Standardtherapie mit einem Breitbandantibiotikum, das gegen grampositive, gramnegative und anaerobe Erreger wirksam ist. In den geprüften Quellen wird Amoxicillin als geeignetes Mittel genannt; die Auswahl erfolgt nach klinischer Bewertung von Schweregrad und Patientenfaktoren. Zusätzlich sollte eine supportive Therapie mit Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich erfolgen. Bei anhaltender oder signifikanter Blutung kann ein endoskopisches Interventionsverfahren erforderlich sein, um die Quelle zu kontrollieren.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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