Zum Inhalt

HealthOSArtikel A–Z

Arbeitsbereiche

Nachschlagen

Wissensartikel · DE

Persistierender Ductus arteriosus (PDA) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
  • Beobachtungs- oder Vergleichsstudie: 1
  • Übersichtsarbeit: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-039147

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Der persistente Ductus arteriosus (PDA) ist ein angeborenes oder erworbenes Persistieren der fetalen Verbindung zwischen Aorta und Pulmonalarterie nach der Geburt. Epidemiologisch tritt er vor allem bei Frühgeborenen auf, wobei das Risiko mit abnehmendem Gestationsalter steigt. Bei termingeborenen Kindern ist die Prävalenz deutlich geringer. Klinisch relevant ist der PDA wegen des potenziellen Volumenüberlastungseffekts linksventrikulärer Herzbelastung und pulmonaler Hypertension, was insbesondere bei Frühgeborenen zu Morbidität und Mortalität beitragen kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome eines persistierenden Ductus arteriosus umfassen ein systolisch-diastolisches Herzgeräusch im linken infraklavikulären Bereich sowie Zeichen einer linksseitigen Volumenüberlastung, etwa Tachypnoe und Belastungsintoleranz. Bei Frühgeborenen kann sich eine zunehmende Atemnot, instabile Sauerstoffsättigungen und ein erhöhter Bedarf an respiratorischer Unterstützung zeigen. Der Verlauf ist häufig progressiv, wenn der PDA nicht zeitnah geschlossen wird; frühe Schließung wurde mit einer Reduktion von pulmonaler Hypertension und verbesserten Langzeitergebnissen assoziiert.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf pränatale Faktoren (z. B. Frühgeburt, intrauterine Infektionen) und postnatale Zeichen der Herzinsuffizienz. Klinisch wird das charakteristische Herzgeräusch auskultiert; die Echokardiographie ist das diagnostische Goldstandardverfahren und ermöglicht die Beurteilung von Durchmesser, Flussrichtung und -volumen sowie die Abschätzung des pulmonalen Gefäßwiderstands. Zusätzlich können Doppler‑Messungen den Shuntgrad quantifizieren. Laborparameter wie B‑Typ‑natriuretisches Peptid (BNP) können zur Bewertung der Herzbelastung herangezogen werden, jedoch ist keine alleinige Labordiagnose möglich.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen andere linksventrikuläre Volumenüberlastungen wie ein offenes Foramen ovale mit signifikanter Rechts‑Links‑Shunt, ventrikuläre Septumdefekte und pulmonale Stenosen. Das Vorhandensein eines kontinuierlichen Herzgeräusches und die spezifische Flussrichtung im Doppler helfen, den PDA von diesen Zuständen zu unterscheiden. Zusätzlich muss eine persistierende pulmonale Hypertension ohne strukturelle Herzerkrankung differenziert werden.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem klinischen Schweregrad und dem Gestationsalter des Patienten. Bei symptomatischen Frühgeborenen wird häufig zunächst eine medikamentöse Standardtherapie mit nicht‑steroidalen Antirheumatika (z. B. Indomethacin) oder Paracetamol eingesetzt, um die Prostaglandinsynthese zu hemmen und den Ductus zu schließen. Sollte die medikamentöse Therapie nicht erfolgreich sein oder Kontraindikationen bestehen, wird ein chirurgischer Verschluss (Ligatur) in Erwägung gezogen. Die Entscheidung für eine frühe Schließung wird durch Daten gestützt, die einen Zusammenhang zwischen früher Intervention und reduzierter pulmonaler Hypertension sowie verbesserten neurodevelopmentalen Outcomes zeigen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.