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Duodenalgeschwür (K26) – Diagnostik, Differentialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Das Duodenalgeschwür (ICD‑10 K26) ist eine ulcerative Läsion der Duodenumspassage, die häufig im postbulbären Segment auftritt. Epidemiologisch dominieren junge bis mittelalte Erwachsene, wobei das Auftreten bei Kindern und Schwangeren selten berichtet wird. Klinisch relevant ist das Risiko für komplikative Verläufe wie Blutungen oder perforative Ereignisse, insbesondere retroperitoneale Perforationen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind epigastrische Schmerzen, die häufig 2–3 h nach den Mahlzeiten auftreten und durch Nahrungsaufnahme gelindert werden können. In fortgeschrittenen Fällen kann es zu unspezifischen Beschwerden wie Übelkeit oder Gewichtsverlust kommen. Bei einer retroperitonealen Perforation präsentiert sich das Bild akut mit plötzlich auftretenden, stark ausgeprägten Bauchschmerzen und möglicher Abwehrspannung, wobei die klinische Differenzierung von anderen akuten Abdomenformen herausfordernd ist.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf schmerzhafte Episoden im Oberbauch, Risikofaktoren wie Nikotin- oder Alkoholmissbrauch sowie Einnahme von nicht‑steroidalen Antirheumatika. Die körperliche Untersuchung kann bei unkomplizierten Ulcera unauffällig sein; bei perforativen Komplikationen zeigt sich häufig eine Abwehrspannung und ggf. ein Hinweis auf retroperitoneale Luftansammlung im Röntgenbild. Laborparameter (z. B. Blutbild, Entzündungsmarker) sind nicht spezifisch, können jedoch bei Blutungen oder Perforation auffällige Werte liefern. Bildgebende Verfahren wie eine obere Endoskopie ermöglichen die direkte Sichtkontrolle und Biopsie des Ulkus. Bei Verdacht auf perforative Komplikationen ist ein Röntgen‑Thorax bzw. Abdomen in aufrechter Position zur Darstellung von freien Luft im Retroperitoneum angezeigt.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen Gastritis, gastroösophageale Refluxkrankheit, funktionelle Dyspepsie sowie andere peptische Ulzera (z. B. Magenulcus). Bei akuten Bauchschmerzen sind neben einer retroperitonealen Perforation auch Appendizitis, Cholezystitis und pankreatische Erkrankungen zu berücksichtigen. Die Unterscheidungsmerkmale liegen primär in der Schmerzlokalisation, dem zeitlichen Verlauf nach Nahrungsaufnahme sowie den bildgebenden Befunden.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie bei unkompliziertem Duodenalgeschwür besteht aus einer kombinierten medikamentösen Behandlung, die die Magensäureproduktion hemmt und das Ulkus heilen lässt. Bei komplizierten Verläufen, insbesondere perforativen Formen, ist eine chirurgische Intervention indiziert, um die Perforation zu schließen und intraabdominelle Kontamination zu verhindern. Postoperativ wird weiterhin eine säurereduzierende Medikation empfohlen, um Rezidive zu vermeiden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.