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Duodenitis (K29.8) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard
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In diesem Artikel
Übersicht
Duodenitis bezeichnet eine entzündliche Veränderung der Duodenalschleimhaut, die histologisch durch Infiltration von Entzündungszellen und morphologische Schleimhautschädigung gekennzeichnet ist. Die Prävalenz wird in europäischen Bevölkerungen nicht systematisch erfasst; sie tritt häufig im Kontext von Helicobacter‑pylori‑Infektion, nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) oder als Komponente funktioneller Dyspepsie auf. Klinisch kann eine Duodenitis zu epigastrischen Beschwerden führen und ist ein möglicher Vorläufer für ulzerative Läsionen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind epigastrische Schmerzen, Brennen oder Druckgefühl, die sich häufig nach Nahrungsaufnahme verstärken. Begleitende Beschwerden können Übelkeit, Völlegefühl und gelegentlich Erbrechen sein. Endoskopisch zeigt sich eine erythematöse, ödematöse Duodenalschleimhaut mit möglicher exsudativer Veränderung; der Verlauf kann akut (mit rascher Symptomatik) oder chronisch (mit intermittierender Beschwerde) sein.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf Risikofaktoren wie H. pylori‑Infektion, NSAR‑Konsum und Begleiterkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts. Die körperliche Untersuchung ist meist unspezifisch, kann jedoch Druckschmerz im Oberbauch offenbaren. Laboruntersuchungen dienen primär dem Ausschluss von Infektionen (z. B. serologische oder Atemtests für H. pylori) und der Bewertung entzündlicher Marker; spezifische Biomarker für Duodenitis existieren nicht. Die endoskopisch‑gastrointestinale Untersuchung mit Biopsieentnahme ist der Goldstandard: histopathologische Analyse bestätigt die Entzündung und ermöglicht Differenzierung von anderen duodenalen Pathologien.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Duodenales Ulkus (ulzerative Läsionen zeigen tiefergehende Schleimhautschädigung)
- Celiac disease (villöse Atrophie, serologische Antikörper)
- Lymphom des Duodenums (monoklonale Lymphozytenpopulation, atypische Histologie)
- Funktionelle Dyspepsie (fehlende strukturelle Befunde, symptomorientierte Diagnose)
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach der Ätiologie. Bei nachgewiesener H. pylori‑Infektion wird eine eradikative Antibiose empfohlen; bei NSAR‑induzierter Duodenitis erfolgt ein Therapiekonzept mit Protonenpumpeninhibitoren und Medikamentenpause. Symptomatische Behandlung kann säurehemmende Mittel einschließen, wobei die Wahl des Wirkprinzips an den individuellen Risikofaktoren ausgerichtet wird. Eine konsequente Nachsorge mittels Endoskopie ist bei persistierenden Beschwerden angezeigt.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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