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Ear eczema (H60.5) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-038497

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Ear eczema, auch als Aurikularekzem bezeichnet, ist eine chronisch‑entzündliche Hauterkrankung des äußeren Gehörgangs und der Ohrmuschel. Die Prävalenz wird in dermatologischen Studien als selten bis mäßig häufig angegeben; jedoch fehlen aktuelle epidemiologische Daten aus deutschen Quellen. Klinisch relevant ist die mögliche Beeinträchtigung des Hörvermögens durch Schuppenbildung, Sekretion und sekundäre Infektionen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind stark juckende, erytheme Läsionen mit schuppiger oder nässender Oberfläche, häufig lokalisiert an der äußeren Ohrmuschel, dem Tragus und im vorderen Teil des äußeren Gehörgangs. Der Verlauf ist meist chronisch‑rezidivierend; Phasen akuter Verschlimmerung können von sekundären bakteriellen Infektionen begleitet sein. In schweren Fällen kann es zu Ödemen, nässender Exkrecition und pruriginösem Kratzen mit möglicher Hautulzeration kommen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf wiederkehrende Juckreiz‑ und Schuppungsphänomene im Ohrbereich, persönliche oder familiäre Vorgeschichte von atopischen Erkrankungen sowie mögliche Auslöser (z. B. Kontaktallergene, Feuchtigkeitsbelastung). Die klinische Untersuchung beinhaltet Inspektion der Ohrmuschel und des äußeren Gehörgangs mittels Otoskopie, um die typischen eczematösen Veränderungen zu erkennen und sekundäre Infektionen auszuschließen. Laboruntersuchungen (z. B. Hautpricktest oder Patch‑Test) können bei Verdacht auf allergische Trigger sinnvoll sein; mikrobiologische Abstriche sind indiziert, wenn ein infektiöser Superinfekt vermutet wird. Diagnosekriterien beruhen primär auf dem typischen klinischen Bild in Kombination mit Ausschluss anderer Ursachen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Seborrhoisches Ekzem: häufigere seborrhoische Plaques, stärker am Kopfhaut‑ und Gesichtsbereich verteilt.
  • Atopisches Ekzem: typischerweise mit flexuralen Läsionen und familiärer Atopie assoziiert.
  • Kontaktdermatitis: klarer Zusammenhang zu Kontakt mit irritativen oder allergenen Substanzen, oft lokalisierter Ausschlag.
  • Chronische otitis externa: vorwiegend entzündliche Veränderungen des Gehörgangs ohne ausgeprägte Schuppung der Haut.
  • Psoriasis vulgaris silbrig‑weiße Schuppen** und typische Ausdehnung auf andere Körperregionen.

Therapie

Leitliniengerechte Standardtherapie richtet sich nach dem Schweregrad. Bei leichter bis moderater Erkrankung wird zunächst eine topische Pflege mit feuchtigkeitsspendenden Emollienzien empfohlen, um die Hautbarriere zu stabilisieren. Topisch wirksame Kortikosteroide werden bei akuten Entzündungsphasen eingesetzt; deren Anwendung erfolgt nach ärztlicher Indikation und unter Berücksichtigung der dünnen Haut im Ohrbereich. Bei Unverträglichkeit oder Bedarf an Steroid‑sparender Therapie können topische Calcineurin‑Inhibitoren als Alternative dienen. Sekundäre bakterielle Infektionen werden mit geeigneten antimikrobiellen Präparaten behandelt, wobei die Wahl des Wirkstoffs nach mikrobiologischem Befund zu erfolgen hat. Patientenschulung zur Vermeidung von Feuchtigkeitsbelastung und potenziellen Allergenen ist ein integraler Bestandteil der Therapie.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.