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Eitrige Otitis media (H66.4): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Eitrige Otitis media ist eine akute, bakterielle Entzündung des Mittelohrs, die durch eitrige Sekretion gekennzeichnet ist. Sie tritt vor allem bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen auf und kann zu schweren Komplikationen wie Mastoiditis oder intrakraniellen Abszessen führen. Die Inzidenz variiert regional; in europäischen Studien wird sie als häufige Ursache für akute Ohrenschmerzen angegeben.

Klinisches Erscheinungsbild

Typisch sind plötzlich auftretende, stark schmerzhafte Ohrgeräusche, Fieber und ein druckempfindliches Trommelfell. Otoskopie zeigt häufig eine gerötete, konvexe Trommelfellmembran mit sichtbaren eitrigen Ablagerungen oder einem Perforationsbefund im fortgeschrittenen Stadium. Der Verlauf ist meist innerhalb von 48–72 Stunden symptomatisch, kann jedoch bei unzureichender Therapie prolongiert werden.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf akute Ohrschmerzen, Fieber und mögliche Vorerkrankungen wie obstruktive Nasennebenhöhlenentzündungen. Die körperliche Untersuchung beinhaltet eine otoskopische Inspektion des Trommelfells sowie die Palpation des Mastoidbereichs zur Früherkennung einer Mastoiditis. Laborparameter (z. B. Blutbild, C‑reaktives Protein) können entzündliche Aktivität anzeigen, sind jedoch nicht spezifisch. Bildgebende Verfahren wie das Tympanogramm oder bei Verdacht auf Komplikationen eine Computertomographie des Schläfenbeins unterstützen die Diagnose.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen seröse Otitis media (ohne eitrige Sekretion), äußere Ohrentzündung, Mastoiditis, Cholesteatom und akute Labyrinthitis. Seröse Otitis media zeigt meist ein blasses Trommelfell ohne Eiter; die äußere Ohrentzündung ist primär mit Schmerzen beim Ziehen am Ohrläppchen verbunden. Mastoiditis weist sich durch postaurikuläre Schwellung und mögliche Fieberspitzen aus.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie einer eitrigen Otitis media besteht in der frühzeitigen Gabe eines Breitbandantibiotikums, das gegen die typischen Erreger (z. B. Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae) wirksam ist. In den geprüften Quellen wird amoxicillin als geeignetes Mittel genannt. Die Therapie sollte oral verabreicht werden und bei fehlender klinischer Besserung nach 48–72 Stunden neu evaluiert werden, um mögliche Komplikationen zu verhindern.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.