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Endometriose des Ovars (ICD‑10 N80.1): Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Endometriose des Ovars ist eine chronisch‑entzündliche Erkrankung, bei der funktionelles Endometriumgewebe außerhalb der Gebärmutter, insbesondere auf dem Eierstock, implantiert wird. Sie betrifft etwa 10 % der reproduktionsfähigen Frauen und ist häufig Ursache von dysmenorischer Schmerzsymptomatik, chronischen Beckenschmerzen sowie Fertilitätsstörungen. Die Erkrankung trägt wesentlich zur Lebensqualitätseinschränkung betroffener Patientinnen bei und erfordert ein interdisziplinäres Management.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind zyklisch verstärkte Unterbauch‑ bzw. Beckenschmerzen, die mit dem Menstruationszyklus korrelieren, sowie dyspareuöse Schmerzen und ggf. subakute Infertilität. Palpatorisch kann ein knotiger, oft schmerzhaft empfindlicher Eierstock festgestellt werden; in fortgeschrittenen Stadien können Zysten (Endometriome) von bis zu mehreren Zentimetern Größe auftreten. Der Verlauf ist häufig schubweise, wobei Schmerzintensität und Ausdehnung der Läsionen variieren.

Diagnostik

Die Diagnose beruht auf einer Kombination aus Anamnese, klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren. In der Anamnese werden zyklische Schmerzen, Fertilitätsprobleme und mögliche Begleitbeschwerden (z. B. Dysurie) erfragt. Die gynäkologische Untersuchung kann einen vergrößerten oder knotigen Eierstock offenbaren. Transvaginale Sonographie ist das primäre bildgebende Verfahren zur Identifikation von Endometriomen; bei unklaren Befunden kann eine Magnetresonanztomografie (MRT) ergänzend eingesetzt werden, um die Ausdehnung der Läsionen zu beurteilen. Histopathologische Bestätigung erfolgt nur im Rahmen einer operativen Entfernung.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen funktionelle Ovarialzysten, seröse oder müllereiche Ovarialtumoren, Pelvic‑Inflammatory‑Disease (PID) sowie adhäsive Schmerzen nach vorherigen Operationen. Funktionelle Zysten zeigen typischerweise eine spontane Regression und keine tiefen infiltrativen Läsionen. Tumoren weisen häufig unterschiedliche Sonographie‑Muster (z. B. solide Anteile, papilläres Wachstum) auf. PID ist meist von klinischen Entzündungszeichen (Fieber, Ausfluss) begleitet.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie kombiniert chirurgische und medikamentöse Maßnahmen. Ziel ist die Schmerzreduktion, Erhalt der Fruchtbarkeit und Verhinderung eines Fortschreitens der Läsionen. Operativ wird häufig eine laparoskopische Exzision oder Ablation von Endometriomen angestrebt; bei tief infiltrierenden Läsionen kann ein segmentaler Ovarialresektion erforderlich sein. Medikamentös wird die hormonelle Suppression eingesetzt, wobei kombinierte orale Kontrazeptiva mit Levonorgestrel und Ethinylestrid‑ein als bewährte Option gelten. Diese Therapie reduziert das endometriumähnliche Wachstum durch Unterdrückung der Ovulation und des hormonellen Zyklus. Bei Unverträglichkeiten oder fehlender Wirkung können GnRH-Analoga oder progestinbasierte Systeme in Erwägung gezogen werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.