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Erworbene Stenose des äußeren Gehörgangs (H61.3) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie-Standard

Stärkste Quellenart: Sonstige Quelle
  • Sonstige Quelle: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Erworbene Stenosen des äußeren Gehörganges (EOG) entstehen durch narbenbildende Prozesse nach traumatischen, infektiösen oder iatrogenen Ereignissen. Sie gehören zu den seltenen otologischen Erkrankungen, können jedoch zu erheblichen Beschwerden und einer Beeinträchtigung der Lebensqualität führen, insbesondere wenn die Patency des Gehörgangs stark eingeschränkt ist.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen Schmerzen, Druckempfindlichkeit im Bereich des äußeren Gehörganges sowie wiederholte Otitis externa. Patienten berichten häufig über ein vermindertes Hörvermögen, das jedoch primär durch die Begleitpathologie (z. B. Cerumenobstruktion) bedingt ist und nicht direkt aus der Stenose resultiert. Der klinische Verlauf ist meist chronisch; akute Verschlimmerungen können nach Infektionen oder mechanischer Irritation auftreten.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf frühere Traumata, chirurgische Eingriffe im Ohrbereich sowie wiederholte Entzündungsprozesse. Die otologische Untersuchung zeigt eine verengte Gehörgangslumen mit fibrotischen Narbengewebe; häufig ist ein reduziertes Sichtfeld bei der Otoskopie erkennbar. Bildgebende Verfahren wie hochauflösende Computertomografie (HRCT) des Schläfenbeins können zur Beurteilung der Ausdehnung der Stenose und zum Ausschluss von knöchernen Anomalien eingesetzt werden. Es liegen keine spezifischen Laborparameter für die Diagnose vor.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind:

  • Cerumenimpaktion, die ebenfalls zu einer Verengung des Gehörgangs führt, jedoch durch weiches Material bedingt ist.
  • Externe Otitis mit Ödem und Schwellung des Gehörgangs, die sich klinisch durch entzündliche Rötung und eitrige Sekretion auszeichnet.
  • Tumoren des äußeren Gehörganges (z. B. Ceruminosarkome), die meist eine massenartige Läsion darstellen.

Die Unterscheidungsmerkmale liegen in der Beschaffenheit des verengenden Materials (narbig vs. keratinös vs. entzündlich) und im Vorhandensein von malignen Zeichen.

Therapie

Leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Ausmaß der Narbenbildung und den symptomatischen Beschwerden. Konservative Maßnahmen umfassen regelmäßige Reinigung des Gehörgangs und topische anti‑inflammatorische Präparate zur Reduktion von Schwellungen. Bei ausgeprägter fibrotischer Stenose wird häufig eine chirurgische Dilatation oder ein minimalinvasiver Eingriff (z. B. Laser‑ oder Mikroinstrumentation) empfohlen, um die Patency wiederherzustellen. Die topische Anwendung von Mitomycin C hat in der HNO-Heilkunde gezeigt, dass sie das Wiederauftreten von Narbengewebe nach chirurgischen Interventionen reduzieren kann; diese Erfahrung stammt aus einer Untersuchung zur Verwendung von Mitomycin C bei Stenosen und Narben in Hohlorganen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.