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Fibulare Hemimelie (Q72.6) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard für die Pädiatrie

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

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In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Fibulare Hemimelie ist eine seltene kongenitale Fehlbildung, bei der ein Teil oder die gesamte Fibula fehlt oder stark verkürzt ist. Die Prävalenz liegt im niedrigen einstelligen Prozentbereich von angeborenen Extremitätenfehlbildungen. Klinisch relevant ist vor allem die damit verbundene Instabilität des Sprunggelenks sowie mögliche Deformitäten des Unterschenkels und Fußes, die zu funktionellen Einschränkungen führen können.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind eine asymmetrische Beinlänge, Fehlstellung oder Abflachung des Unterschenkelknochens und häufig ein begleitender Klumpfuß. Patienten zeigen häufig Instabilität im Sprunggelenk, Schmerzen beim Gehen und Schwierigkeiten bei der Belastungsaufnahme. Der Verlauf ist von Geburt an präsent; die Deformitäten können sich mit dem Wachstum verstärken und zu sekundären Gelenkverschleißen führen.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf das Auftreten seit der Geburt, familiäre Häufung und frühere orthopädische Eingriffe. Klinisch wird eine genaue Messung der Beinlänge sowie die Beurteilung von Fußstellung und Sprunggelenkstabilität durchgeführt. Bildgebend werden Röntgenaufnahmen des Unterschenkels und Fußes eingesetzt, um das Ausmaß des Fibulardefekts und begleitende Fehlstellungen wie Klumpfuß zu dokumentieren. In ausgewählten Fällen können CT oder MRT zur detaillierten Darstellung von Gelenkflächen und Weichteilen herangezogen werden. Die Diagnose basiert auf dem Nachweis einer partiellen oder kompletten Fibula‑Absenz in Kombination mit den klinischen Befunden.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen tibiale Hemimelie, bei der die Tibia betroffen ist, sowie isolierte Klumpfuß ohne fibuläre Beteiligung. Weitere Differenzialdiagnosen sind perinatale Frakturen oder Fehlentwicklungen des Sprunggelenks infolge von Syndromen (z. B. Holt‑Oram‑Syndrom). Der Unterschied liegt primär im betroffenen Knochen und in der Kombination mit Begleitdeformitäten.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Fehlbildung und den funktionellen Einschränkungen. Leitliniengerechte Therapie umfasst zunächst konservative Maßnahmen wie orthopädische Schuheinlagen, Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur und Verbesserung der Gangstabilität. Bei ausgeprägter Beinlängendifferenz oder signifikanter Sprunggelenksinstabilität wird häufig ein chirurgischer Eingriff empfohlen, beispielsweise eine Fibularrekonstruktion, Fuß‑ und Knöchelosteotomie oder die Anwendung von Verlängerungsosteotomien. Die Wahl des operativen Vorgehens orientiert sich an den individuellen anatomischen Gegebenheiten und dem Ziel einer funktionell stabilen Extremität.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.