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Forearm fracture (S52) – Diagnostik, Differentialdiagnosen & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
- Leitlinie oder Konsensus: 1
- Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 2
- Übersichtsarbeit: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Eine Unterarmfraktur (Forearm fracture) umfasst Frakturen des Radius und/oder der Ulna, die häufig nach Sturz mit ausgestrecktem Arm auftreten. Die Inzidenz steigt im höheren Lebensalter signifikant an, wobei Osteoporose als wesentlicher Risikofaktor gilt. Klinisch ist die Verletzung relevant wegen möglicher Fehlstellungen, Komplikationen wie Nerven- oder Gefäßschäden und langfristiger Funktionseinschränkungen des Handgelenks.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome sind akute Schmerzen im Unterarm, Schwellung und Funktionsverlust. Sichtbare Deformitäten (z. B. „dorsale Ausbuchtung“ bei distalem Radiusbruch) können auftreten. Der Verlauf ist meist abrupt nach einem Trauma; die Schmerzintensität nimmt innerhalb von Stunden bis Tagen ab, wenn eine adäquate Analgesie erfolgt.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert das traumatische Ereignis, Vorerkrankungen wie Osteoporose und medikamentöse Vorbelastung. Klinisch wird die Palpation des Unterarms, Bewegungsprüfung des Handgelenks sowie neurologische Untersuchung (Sensibilität, Motorik) durchgeführt. Bildgebend sind Röntgenaufnahmen in mindestens zwei Ebenen (anteroposterior und lateral) Standard zur Frakturdiagnose und Beurteilung der Dislokation. Ergänzende CT‑ oder MRT‑Untersuchungen werden bei komplexen oder intraartikulären Bruchmustern eingesetzt.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzen sind Luxationen des Handgelenks, distale Radius- bzw. Ulna-Schäftebruch ohne Beteiligung des Unterarms, Tendinopathien und akute entzündliche Prozesse (z. B. septische Arthritis). Nervenkompressionen (z. B. Medianusnerv) können ähnliche Sensibilitätsstörungen hervorrufen, unterscheiden sich jedoch durch das Fehlen einer knöchernen Läsion im Bildmaterial.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie orientiert sich an der Frakturart und Dislokation. Nicht-dislozierte, stabile Brüche werden konservativ mit Ruhigstellung (Gips- oder Schiene) behandelt; regelmäßige Röntgenkontrollen sichern die Frakturstabilität. Bei dislozierten oder instabilen Frakturen ist operative Versorgung indiziert, meist mittels offener Reposition und interner Fixation (Platten‑/Schraubenosteosynthese). Postoperativ wird frühzeitige Mobilisation angestrebt, unterstützt durch physikalische Therapie zur Wiederherstellung von Bewegungsumfang und Kraft. Osteoporoseprävention spielt eine zentrale Rolle bei Patienten mit niedriger Knochendichte.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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