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Forearm fracture (S52) – Diagnostik, Differentialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Leitlinie oder Konsensus
  • Leitlinie oder Konsensus: 1
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 2
  • Übersichtsarbeit: 2

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-055981

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Eine Unterarmfraktur (Forearm fracture) umfasst Frakturen des Radius und/oder der Ulna, die häufig nach Sturz mit ausgestrecktem Arm auftreten. Die Inzidenz steigt im höheren Lebensalter signifikant an, wobei Osteoporose als wesentlicher Risikofaktor gilt. Klinisch ist die Verletzung relevant wegen möglicher Fehlstellungen, Komplikationen wie Nerven- oder Gefäßschäden und langfristiger Funktionseinschränkungen des Handgelenks.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind akute Schmerzen im Unterarm, Schwellung und Funktionsverlust. Sichtbare Deformitäten (z. B. „dorsale Ausbuchtung“ bei distalem Radiusbruch) können auftreten. Der Verlauf ist meist abrupt nach einem Trauma; die Schmerzintensität nimmt innerhalb von Stunden bis Tagen ab, wenn eine adäquate Analgesie erfolgt.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert das traumatische Ereignis, Vorerkrankungen wie Osteoporose und medikamentöse Vorbelastung. Klinisch wird die Palpation des Unterarms, Bewegungsprüfung des Handgelenks sowie neurologische Untersuchung (Sensibilität, Motorik) durchgeführt. Bildgebend sind Röntgenaufnahmen in mindestens zwei Ebenen (anteroposterior und lateral) Standard zur Frakturdiagnose und Beurteilung der Dislokation. Ergänzende CT‑ oder MRT‑Untersuchungen werden bei komplexen oder intraartikulären Bruchmustern eingesetzt.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzen sind Luxationen des Handgelenks, distale Radius- bzw. Ulna-Schäftebruch ohne Beteiligung des Unterarms, Tendinopathien und akute entzündliche Prozesse (z. B. septische Arthritis). Nervenkompressionen (z. B. Medianusnerv) können ähnliche Sensibilitätsstörungen hervorrufen, unterscheiden sich jedoch durch das Fehlen einer knöchernen Läsion im Bildmaterial.

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie orientiert sich an der Frakturart und Dislokation. Nicht-dislozierte, stabile Brüche werden konservativ mit Ruhigstellung (Gips- oder Schiene) behandelt; regelmäßige Röntgenkontrollen sichern die Frakturstabilität. Bei dislozierten oder instabilen Frakturen ist operative Versorgung indiziert, meist mittels offener Reposition und interner Fixation (Platten‑/Schraubenosteosynthese). Postoperativ wird frühzeitige Mobilisation angestrebt, unterstützt durch physikalische Therapie zur Wiederherstellung von Bewegungsumfang und Kraft. Osteoporoseprävention spielt eine zentrale Rolle bei Patienten mit niedriger Knochendichte.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.