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Fraktur des Innenknöchels (S82.5) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie-Standard

Stärkste Quellenart: Systematische Übersicht oder Metaanalyse
  • Systematische Übersicht oder Metaanalyse: 1
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die Fraktur des Innenknöchels (mediale Malleolus-Fraktur) ist eine häufige Verletzung des Sprunggelenks, die insbesondere bei Sturz‑ oder Rotationsmechanismen auftritt. Epidemiologische Daten aus einer großen Notaufnahme‑Kohorte zeigen, dass mediale Malleolus‑Frakturen einen relevanten Anteil der dort erfassten Fuß- und Sprunggelenkverletzungen ausmachen. Klinisch ist die Fraktur von Bedeutung wegen des Risikos für Gelenkinstabilität, posttraumatische Arthrose und funktionelle Einschränkungen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome einer medialen Malleolus‑Fraktur sind lokale Schmerzen über dem Innenknöchel, Schwellung und Hämatom. Oft ist eine Druckempfindlichkeit entlang des medialen Sprunggelenks spürbar. Bei Belastung kann es zu Instabilitätsgefühlen kommen, insbesondere wenn begleitende Bänderläsionen vorliegen. Der Verlauf ist häufig akut nach einem Umknicken oder einer direkten Krafteinwirkung auf den Innenknöchel; die Schmerzen können sich jedoch im weiteren Verlauf verstärken, wenn eine Fehlstellung nicht korrigiert wird.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf das Verletzungsmechanismus (Sturz, Verdrehung) und mögliche Begleitverletzungen. Klinisch erfolgt die Untersuchung mit Inspektion, Palpation des medialen Malleolus sowie Funktionsprüfung des Sprunggelenks (Anteroposterior‑ und Seitwärtsbewegungen). Bildgebend ist zunächst eine zweidimensionale Röntgenaufnahme in anteriolateraler und seitlicher Projektion erforderlich; sie ermöglicht die Klassifikation nach etablierten Systemen der posterioren Malleolus‑Fraktur, welche auch für mediale Varianten Anwendung finden. In unklaren Fällen oder bei Verdacht auf komplexe Verletzungsmuster kann eine Computertomographie zur besseren Darstellung von Fragmentlage und Begleitverletzungen hinzugezogen werden.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Bänderriss des deltoiden Ligaments, der ebenfalls Schmerzen medial verursacht.
  • Osteochondrale Läsionen des Talus, die nach Traumata auftreten können.
  • Stressfraktur des Innenknöchels bei Überlastung, die klinisch ähnlich sein kann, jedoch typischerweise ohne akute Schwellung auftritt.

Die Unterscheidungsmerkmale liegen in der Bildgebung (Frakturzeichen vs. reine Weichteilverletzung) und im Verlauf der Symptome.

Therapie

Eine leitliniengerechte Therapie orientiert sich am Frakturbild und der Stabilität des Sprunggelenks. Bei nicht‑dislozierten, stabilen Frakturen ist eine konservative Behandlung mit Ruhigstellung in einem orthopädischen Schuh oder einer Schiene für mehrere Wochen üblich. Dislozierte oder instabile Frakturen erfordern operative Versorgung, meist mittels offener Reposition und interner Fixation (ORIF) mit Schrauben oder Platten, um die anatomische Gelenkfläche wiederherzustellen und eine frühe Mobilisation zu ermöglichen. Postoperativ wird ein gestuftes Belastungsprogramm empfohlen, das an die Heilung des Knochens angepasst ist.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.