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Frigidität (F52.0) – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)

Stärkste Quellenart: Fachartikel ohne Angabe des Studientyps
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 3

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-052680

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Frigidity bezeichnet ein anhaltendes sexuelles Funktionsdefizit bei Frauen, das sich durch fehlende oder stark verminderte sexuelle Erregung und Lust äußert, ohne dass organische Ursachen vorliegen. Historisch wurde der Begriff in den 1950er‑Jahren verwendet, wobei die aktuelle Fachliteratur ihn weitgehend durch modernere Terminologien wie „female sexual arousal disorder“ ersetzt hat. Die Prävalenz ist schwer zu quantifizieren, da unterschiedliche Definitionen und Erhebungsmethoden zum Einsatz kommen. Klinisch relevant ist die mögliche Belastung der Lebensqualität und partnerschaftlicher Beziehungen.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome umfassen eine persistente Unfähigkeit, sexuelle Erregung zu empfinden, geringe oder fehlende Vaginallubrikation sowie das Fehlen von sexueller Lust trotz ausreichender körperlicher Stimulation. Betroffene berichten häufig über ein vermindertes sexuelles Verlangen und Schwierigkeiten beim Erreichen eines Orgasmus. Der Verlauf ist meist chronisch, kann jedoch in Phasen variieren und wird durch psychische Belastungen oder Beziehungskonflikte verstärkt.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf die Dauer und Konsistenz der sexuellen Dysfunktion, frühere sexuelle Erfahrungen, psychosoziale Stressoren sowie mögliche medikamentöse Einflüsse. Die körperliche Untersuchung richtet sich nach dem Ausschluss organischer Ursachen (z. B. hormonelle Störungen, neurologische Erkrankungen). Laboruntersuchungen können Hormonprofile (Östrogen, Testosteron, Schilddrüsenparameter) umfassen, wobei in den geprüften Quellen keine spezifischen Laborwerte als diagnostisch entscheidend genannt werden. Die Diagnose wird gestellt, wenn die sexuelle Funktionsstörung mindestens sechs Monate andauert und nicht durch körperliche oder medikamentöse Faktoren erklärt werden kann.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen sind:

  • Hormonell bedingte Libido‑Störungen (z. B. Hypoöstrogenismus)
  • Medikamenteninduzierte sexuelle Dysfunktion (z. B. Antidepressiva, Antihypertensiva)
  • Psychische Störungen wie Depression oder Angststörung
  • Körperliche Erkrankungen mit genitalen Manifestationen (z. B. Diabetes mellitus, Multiple Sklerose)

Die Unterscheidung erfolgt durch gezielte Anamnese, Ausschluss organischer Befunde und ggf. psychologische Testverfahren.

Therapie

Eine leitliniengerechte Therapie orientiert sich an einem biopsychosozialen Ansatz. Psychosexuelle Interventionen, insbesondere verhaltenstherapeutische Verfahren und Paartherapie, bilden das Kernstück der Behandlung. In den geprüften Quellen wird die Wirksamkeit von psychotherapeutischen Maßnahmen betont, während pharmakologische Optionen nicht konkret benannt werden. Die Therapie sollte individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst und regelmäßig evaluiert werden.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

(…) — zu diesem Kapitel liegen derzeit keine spezifischen Informationen vor.

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