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Galeazzi-Fraktur (S52.3) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

HOS-012536

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die Galeazzi‑Fraktur ist eine kombinierte Verletzung aus einer diaphysären Radiusfraktur in der Nähe des distalen Drittels und einer gleichzeitig bestehenden Ruptur oder Luxation der distal ulnaren Sprunggelenkshintere (DRUJ). Sie stellt einen relativ seltenen, aber klinisch bedeutsamen Befund dar, da die Fehlstellung der DRUJ zu langfristigen Funktionsstörungen des Unterarms führen kann. Epidemiologisch wird sie überwiegend bei jungen bis mittelalten Männern nach hochenergetischen Traumata wie Stürzen auf den ausgestreckten Arm oder Verkehrsunfällen beobachtet.

Klinisches Erscheinungsbild

Patienten mit einer Galeazzi‑Fraktur klagen typischerweise über akute Schmerzen im Unterarm, Schwellung und eingeschränkte Beweglichkeit. Der distale Radius zeigt häufig eine deutliche Deformität, während die DRUJ-Instabilität sich durch Schmerzen bei Pronation/ Supination sowie ein auffälliges „Klack“-Gefühl beim Bewegungstest äußern kann. Ohne adäquate Behandlung entwickelt sich häufig eine chronische DRUJ‑Instabilität mit eingeschränkter Greiffunktion.

Diagnostik

Die Anamnese beinhaltet die Erfragung des Unfallmechanismus und das Vorhandensein von Schmerzen im Handgelenkbereich. Klinisch wird die Distalradiusfraktur sowie die DRUJ-Instabilität durch Palpation, Funktionsprüfung (Pronation/Supination) und spezielle Tests wie den Ballott‑Test beurteilt. Radiologisch ist eine anteroposteriore Röntgenaufnahme des Unterarms mit Aufnahmen des Handgelenks erforderlich; sie zeigt die diaphysäre Radiusfraktur sowie mögliche Fehlstellungen der DRUJ, etwa eine dorsale Luxation der Ulna. Computertomographie kann bei unklaren Befunden zur besseren Darstellung der Gelenkflächen eingesetzt.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen die Monteggia‑Fraktur (Fraktur des proximalen Radius mit ulnerer Olekranonluxation), isolierte distal ulnare Frakturen, distale Radiusfrakturen ohne DRUJ-Beteiligung sowie komplexe Sprunggelenksverletzungen. Die Unterscheidungsmerkmale liegen in der Lokalisation der Fraktur und dem Vorhandensein bzw. Fehlen einer ulneren Gelenkluxation.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach den Prinzipien einer anatomischen Reduktion des Radius und einer stabilen Fixierung, kombiniert mit einer adäquaten Versorgung der DRUJ. Operativ wird die Radiusfraktur häufig mittels Plattenosteosynthese versorgt; gleichzeitig erfolgt eine Bewertung der DRUJ-Stabilität. Bei persistierender Instabilität kann eine ulnaire Fixation oder ein rekonstruktiver Eingriff an den ligamentären Strukturen notwendig sein. Nichtoperative Therapie ist nur bei minimalen Fehlstellungen und intakter DRUJ‑Stabilität indiziert, erfordert jedoch enge radiologische Kontrolle.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.