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Gallengang: Differenzialdiagnostik und Therapie-Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Der Gallengang (Ductus biliarius) ist ein zentraler Bestandteil des hepato‑biliären Systems und leitet die Galle vom Leberparenchym über die Gallenblase in den Dünndarm. Anatomisch bildet der gemeinsame Ductus choledochus zusammen mit dem Ductus pancreaticus das papilläre Ösophagussystem, dessen morphologische Variabilität bereits im Kindes- und Jugendalter beschrieben wurde. Epidemiologisch sind Erkrankungen des Gallengangs, insbesondere obstruktive Cholestasen und cholangitisbedingte Komplikationen, klinisch relevant, da sie zu Leberfunktionsstörungen und systemischen Entzündungsreaktionen führen können.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome einer Gallengangpathologie umfassen schmerzhaftes Ikterus, pruritus (Juckreiz), kolikartige Oberbauchschmerzen sowie gelbliche Verfärbung von Haut und Skleren. Laborbefunde zeigen häufig eine cholestatische Enzymatik mit erhöhten alkalischen Phosphatasen, Gamma‑Glutamyltransferase und Bilirubinwerten. Der Krankheitsverlauf kann akut (z. B. akute cholangitis) oder chronisch (z. B. primär sklerosierende Cholangitis) sein.
Diagnostik
Die Anamnese richtet sich nach den genannten Symptomen, Risikofaktoren für biliäre Obstruktion und vorherigen Interventionen. Die körperliche Untersuchung fokussiert auf eine schmerzempfindliche Hepatomegalie und das Vorhandensein von Murphy‑Zeichen. Bildgebende Verfahren, insbesondere transabdominelle Ultraschalluntersuchung, MR-Cholangiographie und endoskopische retrograde Cholangiographie (ERCP), ermöglichen die Darstellung des Gallengangs und die Identifikation von Stenosen oder Kalkablagerungen. Laboranalytisch werden cholestatische Leberparameter sowie Entzündungsmarker bestimmt. Diagnosekriterien beruhen auf der Kombination aus klinischem Bild, bildgebenden Befunden und Laborwerten.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen hepatische Ursachen des Ikterus (z. B. Hepatitis), pankreatische Erkrankungen mit sekundärer Gallengangsobstruktion, sowie extrahepatische cholestatische Zustände wie Gallensteine im Ductus choledochus. Die Unterscheidung erfolgt über bildgebende Modalitäten und spezifische Laborparameter (z. B. transaminase‑Dominanz bei Hepatitis versus alkalische Phosphat‑Erhöhung bei obstruktiver Cholestase).
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem zugrunde liegenden Pathomechanismus. Bei mechanischer Obstruktion stehen interventionelle radiologische Verfahren, wie perkutane transhepatische Drainage oder ballonbasierte Dilatation des Gallengangs, im Vordergrund. Entzündliche Prozesse werden mit einer Kombination aus antibiotischer Therapie und ggf. biliärer Entlastung behandelt. Chirurgische Optionen (z. B. Choledochotomie) kommen bei fehlgeschlagenen minimalinvasiven Maßnahmen zum Einsatz.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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