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Komplettes CGA‑Protokoll: Diagnostik, Differenzialdiagnosen & Therapie‑Standard für die Geriatrie
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 2
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1
Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.
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In diesem Artikel
Übersicht
Das Comprehensive Geriatric Assessment (CGA) ist ein multidimensionales, interdisziplinäres Verfahren zur systematischen Erfassung von körperlichen, kognitiven, psychischen und funktionalen Aspekten älterer Patient*innen. Es wird sowohl im Akut‑Klinikum als auch in ambulanten Settings eingesetzt. Epidemiologische Daten zeigen, dass mit zunehmendem Lebensalter die Prävalenz multimorbider Erkrankungen steigt und damit der Bedarf an ganzheitlicher Bewertung wächst. Klinisch relevant ist das CGA, weil es die Identifikation von Risikofaktoren für Hospitalisierung, funktionellen Verfall und Mortalität ermöglicht und als Basis für individualisierte Therapieentscheidungen dient.
Klinisches Erscheinungsbild
Patient*innen, bei denen ein CGA indiziert ist, präsentieren sich häufig mit unspezifischen Leitsymptomen wie Schwäche, Mobilitätsverlust, kognitiven Störungen oder polypharmazeutischer Belastung. Typische Befunde umfassen eine reduzierte Aktivitäten‑des‑Alltags‑Selbständigkeit (ADL), depressive Verstimmungen und Hinweise auf soziale Isolation. Der Verlauf kann von akuten Dekompensationen bis zu chronischen Funktionsverlusten reichen; das CGA hilft, diese Dynamik zu erfassen und gezielt zu adressieren.
Diagnostik
Die diagnostische Vorgehensweise im Rahmen des CGA umfasst mehrere Komponenten:
- Anamnese: Erhebung von medizinischer Vorgeschichte, Medikamentenliste, sozialen Faktoren und früheren Funktionsverlusten.
- Körperliche Untersuchung: Standardisierte Evaluation von Vitalparametern, Mobilität (z. B. Timed‑Up‑and‑Go-Test) und sensomotorischen Defiziten.
- Labor/apparative Diagnostik: Basislabor inklusive Nieren‑ und Leberparameter, Elektrolyte sowie ggf. Bildgebung zur Abklärung organischer Ursachen.
- Kognitive und psychische Assessmentinstrumente: Einsatz von Screeningtools wie dem Mini‑Mental‑State‑Examen (MMSE) oder der Montreal Cognitive Assessment (MoCA) sowie Depressionsskalen.
- Funktionale Bewertung: Instrumente zur Messung von ADL und IADL (Instrumental Activities of Daily Living).
Diagnosekriterien ergeben sich aus dem Zusammenspiel dieser Module; ein positives CGA liegt vor, wenn mindestens in zwei der genannten Domänen signifikante Defizite identifiziert werden.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:
- Delir vs. chronische kognitive Störung – Delir ist durch akuten Beginn und Schwankungen gekennzeichnet, während bei Demenz ein progressiver Verlauf dominiert.
- Depression vs. apathischer Zustand bei Frailty – Depressive Symptomatik zeigt sich häufig mit anhaltender Niedergeschlagenheit und Schuldgefühlen, während Frailty primär physische Schwäche betrifft.
- Multimorbidität ohne funktionelle Einschränkung – Hier liegen mehrere Diagnosen vor, jedoch keine relevante Beeinträchtigung der Alltagsfähigkeiten, was im CGA durch ADL‑Scores differenziert wird.
Therapie
Die therapeutische Strategie basiert auf einer leitliniengerechten, individualisierten Intervention, die aus den im CGA identifizierten Defiziten abgeleitet wird. Grundprinzipien umfassen:
- Optimierung der medikamentösen Therapie durch Deprescribing und Anpassung an renale bzw. hepatale Funktionen.
- Physiotherapeutische und ergotherapeutische Maßnahmen zur Verbesserung von Mobilität, Gleichgewicht und Alltagskompetenz.
- Kognitive Förderung mittels gezielter Trainingsprogramme oder psychosozialer Interventionen.
- Psychosoziale Unterstützung, etwa durch Sozialarbeiter*innen, um Isolation zu reduzieren und Versorgungslücken zu schließen.
Die Umsetzung erfolgt interdisziplinär unter Einbeziehung von Geriatrie‑Team, Hausarzt, Pflege und ggf. Fachärzten.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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