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Hohlfuß (Pes planus) – Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Therapie‑Standard (ICD‑10 Q66.7)
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Übersicht
Der Hohlfuß, auch als Pes cavus bezeichnet, ist eine anatomische Fehlstellung des Fußes, bei der das Längsgewölbe übermäßig ausgeprägt ist. Epidemiologische Daten aus den verfügbaren Quellen sind nicht ausreichend quantifiziert; jedoch wird er häufig im pädiatrischen Kontext beschrieben und kann sowohl angeboren als auch erworben auftreten. Klinisch relevant ist die mögliche Belastung von Plantarfaszie, Achillessehne und peronealen Muskulatur sowie das erhöhte Risiko für Instabilität, Schmerzen und sekundäre Fehlstellungen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome des Hohlfußes umfassen ein ausgeprägtes Längsgewölbe, einen erhöhten Spannungszustand im Vorfußbereich und eine nach innen gerichtete Ferse (Varusstellung). Patienten berichten häufig über Schmerzen beim Gehen, insbesondere im Bereich der Metatarsalgie, sowie über das Gefühl von Instabilität. Der Verlauf ist meist chronisch; bei Kindern kann sich die Deformität mit dem Wachstum verstärken, während erwachsene Patienten ein progressives Verschlimmern durch degenerative Prozesse erfahren können.
Diagnostik
Die Anamnese fokussiert auf das Auftreten seit der Kindheit, familiäre Häufung und belastungsabhängige Schmerzsymptomatik. Die klinische Untersuchung beinhaltet die Beurteilung des Längs- und Quergewölbes, die Messung des Stärkegrades des Fußbogens (z. B. mittels Stäbchen‑ oder Stab‑Test) sowie die Feststellung einer Fersenvarusposition. Bildgebende Verfahren wie Röntgen in dorsaler und lateraler Projektion dienen der Bewertung von Knochengelenkswinkeln und eventuellen Begleitdeformitäten. Laboruntersuchungen sind im Allgemeinen nicht erforderlich, es sei denn, ein zugrundeliegender neuromuskulärer oder konnataler Prozess wird vermutet.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen den Plattfuß (Pes planus), der durch ein abgeflachtes Längsgewölbe charakterisiert ist, sowie die flexible Varusdeformität, bei der das Fußgewölbe nicht dauerhaft erhöht ist. Weitere Differenzialdiagnosen sind peroneale Muskelhypotonie, Charcot‑Marie‑Tooth‑Krankheit und andere neuromuskuläre Erkrankungen, die zu einer sekundären Hohlfußbildung führen können. Die Unterscheidung erfolgt primär über die klinische Untersuchung des Fußbogens und gegebenenfalls durch elektrophysiologische Tests bei Verdacht auf neuropathische Ursachen.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie des Hohlfußes richtet sich nach dem Schweregrad der Deformität und den funktionellen Einschränkungen. Konservative Maßnahmen umfassen orthopädische Einlagen zur Druckentlastung, Physiotherapie zur Kräftigung der peronealen Muskulatur und Stretching der Achillessehne. Bei fortgeschrittener oder symptomatischer Fehlstellung kann ein chirurgischer Eingriff indiziert sein; operative Techniken zielen auf die Korrektur des Längsgewölbes, die Realignment‑Operationen an der Ferse sowie mögliche Tendinoplastiken ab. Die Auswahl des Verfahrens orientiert sich an den individuellen anatomischen Gegebenheiten und dem funktionellen Ziel.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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