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Infarkt der Milz (D73.5) – Differenzialdiagnostik und Therapie-Standard

Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 1

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Die Infarzierung der Milz beschreibt ein lokales, meist thromboembolisches Ereignis, das zu einem teilweisen oder vollständigen Gefäßverschluss des Splenums führt. Sie tritt selten auf und wird häufig im Kontext von systemischen Gerinnungsstörungen, schweren Traumen oder embolischen Phänomenen diagnostiziert. Klinisch relevant ist die potenzielle Entwicklung einer funktionellen Asplenie mit erhöhtem Infektionsrisiko sowie mögliche Komplikationen wie Milzruptur oder sekundäre Blutungen.

Klinisches Erscheinungsbild

Patient*innen präsentieren sich häufig mit unspezifischen abdominalen Schmerzen im linken Oberbauch, gelegentlich begleitet von Übelkeit und leichtem Fieber. In der körperlichen Untersuchung kann eine druckschmerzhafte Splenomegalie festgestellt werden; bei fortgeschrittener Infarzierung kann ein abdomineller Abwehrspannungszeichen auftreten. Der Verlauf ist variabel: Während manche Fälle spontan regressieren, können sich sekundäre Komplikationen rasch entwickeln.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse (z. B. bekannte Gerinnungsstörungen, kürzlich erfolgte Operationen oder Traumata). Die körperliche Untersuchung prüft die Palpation des linken Oberbauchs und das Vorhandensein von Splenomegalie. Bildgebend ist die Sonographie der ersten Wahl, um eine hypoechogene Läsion zu identifizieren; bei unklarer Befundlage wird eine kontrastverstärkte Computertomografie (CT) empfohlen, die typischerweise ein nicht‑enhanzierendes, infarziert wirkendes Milzparenchym zeigt. Die im Quellmaterial beschriebene Radiologie‑Leitlinie betont die Bedeutung der CT für die Differenzierung von Infarkt und anderen Raumforderungen.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Splenomegalie durch hämatologische Erkrankungen (z. B. myeloproliferative Neoplasien)
  • Milzabszess oder -nekrose infolge bakterieller Infektionen
  • Maligne Raumforderungen der Milz (Lymphom, Metastasen)
  • Ruptur einer traumatisch bedingten Splenomegalie

Die Unterscheidung erfolgt primär über Bildgebung und Laborparameter (Entzündungsmarker, Blutbild).

Therapie

Die leitliniengerechte Therapie richtet sich nach dem Ausmaß des Infarkts und dem Vorhandensein von Komplikationen. Bei kleinvolumigen, asymptomatischen Infarzierungen wird häufig ein konservatives Management mit Analgesie, engmaschiger klinischer Beobachtung und Prophylaxe gegen infektiöse Komplikationen (Impfungen gegen Pneumokokken, Haemophilus influenzae Typ b und Meningokokken) empfohlen. Bei größeren Infarkten, anhaltenden Schmerzen oder sekundären Komplikationen wie Ruptur ist eine operative Intervention angezeigt. Das im Literaturbericht beschriebene laparoskopische Splenektomieverfahren bei einer wandernden Milz mit gleichzeitigem massiven Splenomegalie‑Szenario liefert ein Beispiel für einen minimal-invasiven Ansatz, der in ausgewählten Fällen eingesetzt werden kann.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.