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Intestinale Malabsorption – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 5
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In diesem Artikel
Übersicht
Intestinale Malabsorption bezeichnet die gestörte Aufnahme von Nährstoffen, Elektrolyten und Wasser im Dünndarm. Sie kann durch strukturelle, funktionelle oder mikrobielle Ursachen entstehen und ist ein relevanter Beitrag zu Mangelernährung, Gewichtsverlust und systemischen Komplikationen. Die Prävalenz variiert stark je nach Ätiologie; bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie oder kurzdarmsyndrom wird sie jedoch häufig beobachtet.
Klinisches Erscheinungsbild
Betroffene zeigen typischerweise steatorrische Stühle, wiederkehrende Diarrhö, abdominale Schmerzen und Gewichtsverlust. Zusätzlich können Defizite an fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K), Eisen, Calcium und anderen Mikronährstoffen auftreten, was zu Anämie, Osteoporose oder neurologischen Symptomen führen kann. Der Verlauf ist abhängig von der zugrunde liegenden Ursache; bei kurzdarmähnlichen Zuständen kann die Malabsorption chronisch persistieren, während infektiöse Ursachen wie Giardiasis oft akut abklingen.
Diagnostik
Die Anamnese richtet sich auf Risikofaktoren wie chirurgische Resektionen, entzündliche Darmerkrankungen oder wiederholte Infektionen. Klinische Untersuchung kann Zeichen von Mangelernährung (z. B. Palmarzehnerung) oder Dehydratation offenbaren. Laboruntersuchungen umfassen Messungen von Serumfetten, fettlöslichen Vitaminen, Elektrolyten und spezifischen Antikörpern. Apparative Verfahren beinhalten die Bestimmung der Fettgehalte im Stuhl (z. B. 72‑Stunden‑Fettverlust) sowie bildgebende Diagnostik zur Beurteilung der Darmlänge und -funktion. Diagnosekriterien beruhen auf dem Zusammenspiel klinischer Symptome, laborchemischer Befunde und bildgebender Ergebnisse.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Erkrankungen sind:
- Chronische Pankreasinsuffizienz (exokrine Enzymedefizienz)
- Zöliakie (glutenspezifische Immunreaktion)
- Giardiasis (protozoale Infektion)
- Kurzdarmsyndrom nach Resektion
- Mikrobiell bedingte Dysbiose mit erhöhter Permeabilität
Jede dieser Erkrankungen weist charakteristische Labor- und Bildgebungsmuster auf, die eine differenzierte Diagnosestellung ermöglichen.
Therapie
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ätiologie und folgt leitliniengerechten Prinzipien. Bei strukturellen Ursachen wie einem Kurzdarmsyndrom wird häufig eine parenterale Ernährung in Kombination mit enteraler Nährstoffsupplementierung eingesetzt, um den Energie- und Mikronährstoffbedarf zu decken. Funktionelle Störungen werden durch gezielte Substitution von fehlenden Enzymen oder Vitaminen behandelt. Bei infektiösen Ursachen wie Giardiasis erfolgt eine antiprotozoale Therapie, gefolgt von Ernährungsrehabilitation. Ernährungstherapeutische Maßnahmen umfassen die Anpassung der Makronährstoffzusammensetzung, Einsatz von mittelkettigen Triglyceriden und regelmäßige Überwachung des Nährstoffstatus.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
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