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Ischämische Kardiomyopathie – Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard (I25.5)

Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
  • Übersichtsarbeit: 1

Einordnung nach dem Studientyp der zitierten Quellen laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Sie bewertet nicht, ob einzelne Aussagen des Artikels durch diese Quellen belegt sind. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Ischämische Kardiomyopathie bezeichnet die strukturelle und funktionelle Schädigung des Myokards infolge einer chronischen oder akuten koronaren Durchblutungsstörung, ohne dass eine primäre myokardiale Erkrankung vorliegt. Sie ist weltweit eine der häufigsten Ursachen für Herzinsuffizienz und stellt einen wesentlichen Teil der kardiovaskulären Morbidität dar. Die Prävalenz steigt mit dem Alter und dem Vorhandensein von koronaren Risikofaktoren, wobei die Prognose stark von der Schwere der ventrikulären Dysfunktion abhängt.

Klinisches Erscheinungsbild

Typische Leitsymptome sind zunehmende Belastungsdyspnoe, orthopnoe, nächtliche Atemnot und reduzierte Leistungsfähigkeit. Bei fortgeschrittener Insuffizienz können peripheral‑edematöse Schwellungen, hepatische Stauung sowie ein reduziertes Herzzeitvolumen beobachtet werden. Klinisch zeigt sich häufig eine systolische Dysfunktion mit reduziertem Ejektionsfraktion, die im Verlauf zu einer dilatierten linken Kammer führen kann.

Diagnostik

Die Anamnese fokussiert auf koronare Risikofaktoren, frühere Myokardinfarkte und das Auftreten von Angina pectoris. Körperliche Untersuchung ergibt häufig ein reduziertes Herzgeräusch, ein vergrößertes Jugularvenenpulsationsmuster und periphere Ödeme. Laborbefunde können erhöhte kardiale Biomarker (z. B. NT‑proBNP) zeigen, während das EKG unspezifische Veränderungen wie Q‑Wellen oder ST‑Depressionen aufweisen kann. Bildgebend ist die transthorakale Echokardiographie das zentrale Verfahren zur Beurteilung von Ejektionsfraktion und ventrikulärer Größe; kardiale Magnetresonanztomografie dient der differenzierten Gewebebeurteilung. Die Diagnose wird gestellt, wenn eine signifikante koronare Stenose mit entsprechender ventrikulärer Dysfunktion nachgewiesen ist.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen dilatative Kardiomyopathie ohne ischämische Ursache, hypertrophe Kardiomyopathie, restriktive Kardiomyopathie sowie nicht‑ischämische Ursachen einer Herzinsuffizienz wie Tachykardie‑induzierte Kardiomyopathie. Die Unterscheidung erfolgt primär über die Koronarangiographie bzw. CT-Angiografie zur Darstellung von koronaren Läsionen und durch spezifische Bildgebungskriterien der jeweiligen Myokardpathologie.

Therapie

Die Behandlung orientiert sich an einer leitliniengerechten Standardtherapie, die neben optimaler medikamentöser Herzinsuffizienzbehandlung auch eine konsequente kardiovaskuläre Risikoreduktion einschließt. Bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz und refraktärer Symptomatik kommen mechanische Kreislaufunterstützungssysteme zum Einsatz, um die hämodynamische Stabilität zu sichern und als Überbrückung bis zur Transplantation zu dienen. Die Auswahl des geeigneten Assistenzgeräts richtet sich nach dem klinischen Status, der ventrikulären Funktion und den individuellen Kontraindikationen.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.