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Kandidose – Differenzialdiagnostik und Therapie‑Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Fallbericht oder Meinungsbeitrag
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
- Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2
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In diesem Artikel
Übersicht
Kandidose bezeichnet die Infektion mit Hefepilzen der Gattung Candida, vornehmlich Candida albicans. Sie ist weltweit verbreitet und kann sowohl als Kommensale im menschlichen Mikrobiom als auch pathogen auftreten. Die Prävalenz von oralen und gastrointestinalen Kandidosen variiert stark nach Altersgruppe, Immunsuppression und lokaler Mikroumgebung. Klinisch relevant werden die Infektionen insbesondere bei immunsupprimierten Patienten, Neugeborenen sowie bei Vorliegen von Mukosa‑Schädigungen.
Klinisches Erscheinungsbild
Typische Leitsymptome einer oralen Kandidose sind weiße, abwischbare Plaques auf Zunge, Palatum und Rachen, begleitet von Brennen oder Schmerzen. Bei gastrointestinaler Beteiligung, insbesondere im Magen, können unspezifische Beschwerden wie Dyspepsie, epigastrische Schmerzen und Übelkeit auftreten; in schweren Fällen kann eine Ulzeration der Magenschleimhaut beobachtet werden. Der Krankheitsverlauf ist häufig chronisch‑rezidivierend, wobei akute Exazerbationen bei zusätzlicher Immunsuppression schneller auftreten.
Diagnostik
Die Anamnese sollte Fragen nach Risikofaktoren wie Antibiotikaprophylaxe, Kortikosteroidtherapie, Diabetes mellitus und vorheriger Mukosa‑Schädigung umfassen. Klinisch wird die Diagnose zunächst durch Inspektion der betroffenen Schleimhaut gestellt; bei Verdacht auf gastrointestinale Kandidose erfolgt eine Endoskopie mit gezielter Biopsie. Mikroskopische Untersuchung von Gewebeproben zeigt hyphale Formen und Pfahlzellen, während Kulturen Candida‑Kolonien nachweisen können. Die Diagnosekriterien beruhen auf dem Zusammenspiel klinischer Befunde, histopathologischer Evidenz und mikrobiologischen Nachweises.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen orale Lichen planus, aphthöse Stomatitis, bakterielle Superinfektionen sowie andere Pilzinfektionen wie Aspergillus. Gastrointestinale Symptome können ebenfalls durch Helicobacter‑pylori‑Infektion, gastrale Ulzera oder nicht‑infektiöse Entzündungen verursacht werden. Die Unterscheidung erfolgt anhand spezifischer makroskopischer Merkmale, Histologie und mikrobiologischer Tests.
Therapie
Die leitliniengerechte Therapie einer Kandidose richtet sich nach Schweregrad und Lokalisation. Bei leichter oraler Beteiligung wird häufig eine topische Antimykotika‑Behandlung empfohlen; bei gastrointestinaler Manifestation ist systemische Therapie indiziert. Die Wahl des Wirkprinzips orientiert sich an der Empfindlichkeit von Candida‑Stämmen, wobei Resistenzentwicklungen berücksichtigt werden müssen. Eine begleitende Optimierung von Risikofaktoren (z. B. Reduktion unnötiger Antibiotika) ist integraler Bestandteil der Therapie.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
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