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Kardiogener Schock – Diagnostik‑Algorithmus & Therapie‑Standard (Stufe 2)
Stärkste Quellenart: Übersichtsarbeit
- Übersichtsarbeit: 3
- Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
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In diesem Artikel
Übersicht
Der kardiogene Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand, der durch eine unzureichende kardiale Pumpfunktion entsteht und zu einer kritischen Minderdurchblutung vitaler Organe führt. Er tritt häufig im Kontext eines akuten Myokardinfarkts, schwerer Herzinsuffizienz oder nach kardialen Eingriffen auf. Die Inzidenz liegt bei etwa 5–8 % der Patienten mit akutem Koronarsyndrom und ist mit einer Mortalität von über 50 % verbunden, was die klinische Relevanz unterstreicht.
Klinisches Erscheinungsbild
Typisch sind schwere Hypotonie (systolischer Blutdruck <90 mmHg) trotz ausreichender Flüssigkeitszufuhr, ein reduziertes Herzzeitvolumen und Zeichen einer peripheren Organdysfunktion wie oligurische Niereninsuffizienz oder Laktatazidose. Häufig begleiten kardiale Ischämiesymptome, Atemnot und kühle, blasse Extremitäten. Der Verlauf kann rasch fortschreiten, wobei die hämodynamischen Parameter innerhalb von Stunden weiter deteriorieren, wenn keine adäquate Therapie eingeleitet wird.
Diagnostik
Die Diagnose basiert auf einer Kombination aus klinischer Anamnese, physikalischem Befund und hemodynamischer Messung. Neben dem Nachweis einer systolischen Unterfunktion mittels Echokardiographie (reduziertes linksventrikuläres Ejektionsvolumen) werden invasive Pulmonalarterienkatheterisation oder nichtinvasive CO‑Messungen eingesetzt, um das Herzzeitvolumen und den systemischen Gefäßwiderstand zu quantifizieren. Laborparameter wie steigende Laktatwerte, metabolische Azidose und Nierenfunktionsstörungen unterstützen die Diagnose. Die Definition erfordert das Vorliegen einer kardiogenen Ursache für den Schock sowie objektive hämodynamische Kriterien.
Differenzialdiagnosen
Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen den hypovolämischen Schock (z. B. durch Blutverlust), den distributiven Schock (Sepsis, anaphylaktisch) und den obstructiven Schock (Tension‑Pneumothorax, massive Pulmonalembolie). Die Unterscheidung erfolgt primär über die hämodynamische Profilierung: Beim kardiogenen Schock dominieren ein niedriges Herzzeitvolumen und erhöhter systemischer Gefäßwiderstand, während beim distributiven Schock das Herzzeitvolumen meist erhalten oder erhöht ist. Bildgebende Verfahren (CT, Röntgen) können obstructive Ursachen ausschließen.
Therapie
Die sofortige Behandlung richtet sich nach den Prinzipien der hämodynamischen Stabilisierung und der ursächlichen Therapie des kardialen Insultes. Eine leitliniengerechte Standardtherapie beinhaltet die Optimierung der Vorlast durch kontrollierte Volumengabe, die Reduktion des Nachlasts mittels Vasodilatatoren sowie die Unterstützung der Kontraktilität mit inotropen Mitteln, sofern Indikation besteht. Zusätzlich wird eine rasche Revaskularisation bei akutem Koronarsyndrom angestrebt. Mechanische Kreislaufunterstützung (z. B. intraaortale Ballonpumpe, Impella‑Systeme oder venoarterieller ECMO) kommt zum Einsatz, wenn die medikamentöse Therapie nicht ausreicht, um ein adäquates Herzzeitvolumen zu sichern.
Besondere Populationen
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Sonderfälle & aktuelle Studienlage
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.
Verwandte Codes
Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor. Hier würden die benachbarten ICD‑10‑Codes im selben Block aufgeführt werden.
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