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Keratokonjunktivitis sicca (Trockenes Auge) – Diagnostik, Differenzialdiagnostik & Therapie‑Standard

Stärkste Quellenart: Klinische Studie
  • Klinische Studie: 2
  • Fallbericht oder Meinungsbeitrag: 1
  • Fachartikel ohne Angabe des Studientyps: 2

Einordnung laut PubMed bzw. Leitlinienregister. Zurückgezogene und nicht bestätigte Quellenangaben zählen nicht.

Die Quellenart sagt nicht aus, ob die Aussagen dieses Artikels geprüft und belegt sind.

In diesem Artikel
  1. Übersicht
  2. Klinisches Erscheinungsbild
  3. Diagnostik
  4. Differenzialdiagnosen
  5. Therapie
  6. Besondere Populationen
  7. Sonderfälle & aktuelle Studienlage
  8. Verwandte Codes

Übersicht

Keratokonjunktivitis sicca, umgangssprachlich als trockenes Auge bezeichnet, ist eine häufige ophthalmologische Erkrankung, die durch unzureichende Tränenfilmproduktion oder -qualität gekennzeichnet ist. Die Prävalenz steigt mit dem Lebensalter und ist bei Frauen häufiger. Klinisch relevant ist das Risiko für epithelialen Schaden, Hornhautgeschwüre und Beeinträchtigung der Sehschärfe, was die Lebensqualität erheblich mindern kann.

Klinisches Erscheinungsbild

Betroffene klagen über ein brennendes, stechendes oder sandpapierartiges Gefühl, Fremdkörperempfindung sowie episodische visuelle Unschärfe, insbesondere bei längerem Sehen. Objektiv zeigen sich eine verminderte Tränenmenge (z. B. niedriger Schirmer‑Test), unregelmäßige Hornhautoberfläche und eventuell fluoreszierende Läsionen nach Instillation von Fluorescein. Der Krankheitsverlauf ist meist chronisch mit Phasen akuter Symptomexazerbation.

Diagnostik

Die Anamnese umfasst Fragen zu Symptomen, Risikofaktoren (z. B. Umweltbedingungen, systemische Erkrankungen) und Medikamentenanamnese. Klinisch wird die Tränenproduktion mittels Schirmer‑Test sowie die Tränenfilmstabilität durch den Tear‑Break‑Up‑Time (TBUT) beurteilt. Zusätzlich können Oberflächenmikroskopie und Hornhauttopographie zur Bewertung epithelialer Veränderungen eingesetzt werden. Die Diagnose beruht auf dem Vorliegen typischer Symptome in Kombination mit objektiven Befunden einer reduzierten Tränenmenge oder -qualität.

Differenzialdiagnosen

Wichtige abzugrenzende Diagnosen umfassen:

  • Blepharitis: Entzündung der Lidranddrüsen, häufig mit ähnlichen Beschwerden, jedoch primär lidbasiert.
  • Allergische Konjunktivitis: Juckreiz und saisonale Symptomatik dominieren, wobei eosinophile Befunde typisch sind.
  • Sicca‑Syndrom (Sjögren‑Syndrom): Systemische Autoimmunerkrankung mit zusätzlich exokrinen Drüsenbeteiligungen.
  • Kontaktlinsen‑induzierte Trockenheit: Symptomatik korreliert mit Tragezeit und Material der Linsen.

Therapie

Die leitliniengerechte Standardtherapie richtet sich nach dem Schweregrad. Bei leichter Ausprägung wird zunächst die konservative Behandlung mit künstlichen Tränen empfohlen, um den Tränenfilm zu stabilisieren. Bei moderater bis schwerer Trockenheit kommen entzündungshemmende topische Präparate zum Einsatz, die das Immunsystem der Bindehaut modulieren und die Meibom-Drüsenfunktion unterstützen. Zusätzlich können Maßnahmen zur Verbesserung des Lidrandhygiene, warme Kompressen und ggf. systemische Therapieoptionen in Betracht gezogen werden, wenn lokale Maßnahmen unzureichend sind.

Besondere Populationen

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Sonderfälle & aktuelle Studienlage

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Verwandte Codes

Zu diesem Aspekt liegt in den geprüften Quellen keine belastbare Evidenz vor.

Gesundheitsinformationen ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.